Ein neues Waisenhaus in Mahlabaneni (Swasiland)

A new children’s home at Mahlabaneni (Swaziland)

Nach eineinhalb Jahren Bauzeit konnte in Mahlabaneni (Swasiland) ein Waisenhaus fertig gestellt werden. Das Waisenhaus ist bei der Regierung registriert. Es trägt den Namen „Nqaba Yethu — Our Fortress Children’s Home“. Viele Spender aus Deutschland haben dies durch grössere und regelmässige Spenden möglich gemacht. Auch „Bild hilft – Ein Herz für Kinder“ in Hamburg hat mit 7.000 Euro dazu beigetragen.

Children’s Home from outside

Das neue Waisenhaus von aussen.
[The new Children’s Home from outside.]

The terrace offers shade on hot days and a place for playing games

Auf der Terasse können die Kinder bei grosser Hitze im Schatten spielen.
[The terrace offers shade on hot days and a place for playing games.]

Die Leiterin des Mahlabaneni Projektes, Mrs. Busi Vilakazi, schrieb im März 2014:

Ich bin glücklich, dass wir nun endlich verarmte und verlassene Waisenkinder in unserem Waisenhaus aufnehmen können. Die Kinder wurden von Sozialarbeiterinnen ausgewählt und in das Waisenhaus gebracht. Sie hatten Wunden am ganzen Körper und sie waren ausgehungert.

One bedroom with two double beds

Ein Schlafzimmer mit zwei Stockbetten — insgesamt gibt es vier Schlafzimmer für 16 Jungen.
[One bedroom with two double beds — in total, there are four bedrooms for 16 boys.]

Kitchen with gas stove and running water

Küche mit Gasherd und fliessendem Wasser.
[Kitchen with gas stove and running water.]

Die Kinder werden von zwei qualifizierten Frauen liebevoll bei Tag und Nacht betreut. Die „Mütter“ singen und beten mit den Kindern am Abend und zeigen ihnen biblische Geschichten in 16 Bilderbibeln in Swazi, die eine deutsche Landwirtsfamilie spendete. Die Kinder erfahren, dass sie von Jesus geliebt sind. Sie fühlen sich geborgen in Nqaba Yethu und freuen sich an den Spielsachen, die Kinder aus Bonn und Schneverdingen ihnen gerne schickten.

The boys long for a big mealie pap

Die Jungen essen eine grosse Portion Maisbrei. Sie sind zufrieden, dass sie endlich satt werden können.
[The boys long for a big mealie pap. Then they will be fully satisfied.]

The children in the dining / living room

Kinder im Ess-Wohnzimmer. Die Möbel wurden alle von einem Tischler selbst hergestellt. Die Kinder haben schon gelernt, einander anzunehmen und zu respektieren.
[The children in the dining / living room. Chairs and tables have been made by the carpenter in town (Big Bend). The young ones have learnt to accept and to respect one another.]

The children wear new warm clothing, they are still shy

The children wear new warm clothing, they are still shy

The children wear new warm clothing, they are still shy

Die Kinder sitzen auf der Terasse. Sie sind noch etwas scheu. Sie tragen neue warme Kleidung — die kalte Jahreszeit hat begonnen.
[The children are about three years old, and are still shy. They wear new warm clothing — the cold season has started in April.]


The new Children’s Home (Mahlabaneni, Swaziland)

After one and a half years the Children’s Home at Mahlabaneni (Swaziland) is complete. It has been registered by the government. The name is „Nqaba Yethu — Our Fortress Children’s Home“. Social workers have selected the orphans.

Many donors in Germany have made it possible that this home could be built. Even „Bild hilft – Ein Herz für Kinder“ has helped to make the start with Euro 7.000. The director of the Mahlabaneni Development Project, Mrs. Busi Vilakazi, has written to us in March 2014:

I am so happy that finally we could accept poor neglected orphans in our Children’s Home. They had wounds all over from fighting and were very hungry. I had to bring them to the private clinics almost every day. But now their health has improved.

Two qualified „mothers“ in turn look after them day and night. They show them the biblical picture stories in 16 Swazi children’s bibles which a German farmer’s family has donated. The mothers sing and pray with them in the evening, and let them know how Jesus Christ loves them. Day by day the boys feel more secure in „Our Fortress“ and enjoy playing with toys sent by German kids from Bonn and Schneverdingen.

Kinderwoche in Matsulu (Südafrika) Dezember 2012

Jugend lehrt Jugend – eine unvergessene Woche für 222 Kinder und Jugendliche

Die History Makers in Aktion

Nach dem bei Afrikanern beliebten Song „We are the History Makers“ haben sich Jugendliche aus verschiedenen Kirchen zu einer Gemeinschaft zusammengefunden. Seit 2007 lädt das Mitarbeiter-Team Kinder und Jugendliche in den Ferien zu den sogenannten „Kidzweeks“ ein (siehe Bericht von 2007). Zum letzten Mal geschah dies vom 10.–15.12.2012 in der grossen Community Hall in Matsulu A nicht weit von Nelspruit entfernt.

The History Makers Team

Bei der Kidzweek arbeiten 60 Jugendliche im Team der History Makers mit.

Ihre Ziele

Das Mitarbeiter-Team der History Makers möchte Kindern und Jugendlichen helfen ein sinnvolles Leben zu erlangen. Sie wollen sie zu einem erfolgreichen Lernen in der Schule motivieren und helfen ihnen bei Fragen der weiteren Ausbildung. Die Mitarbeiter/Innen wollen bei der Kidzweek einen lebendigen Glauben an Jesus Christus in den Kindern und Jugendlichen wecken und stärken. Dabei sprechen sie auch in grosser Offenheit über die Gefährdungen und Versuchungen des täglichen Lebens.

Frühstück auf der Kidsweek

Das Frühstück: Saft mit Weissbrot und Marmelade ist ein Genuss, den es meist zu Hause nicht gibt.

9-Jährigen auf der Kidsweek bei einem gemeinsamen Spiel

Die Gruppe der 9-Jährigen bei einem gemeinsamen Spiel.

Fussballfans auf der Kidsweek

In der Mittagspause hat sich eine Gruppe der Fussballfans schnell zusammengefunden.

Mädchen einer Tanzgruppe auf der Kidsweek

Die kleineren Mädchen bilden eine Gruppe. Sie wollen am letzten Tag ihre Tanzkünste einem grossen Publikum vorführen.

Wie wächst die Zahl der Mitarbeiter/Innen?

Einer der älteren Mitarbeiter berichtet:

Im Juli 2012 hatten wir für die Jugendlichen von Langeloop in der dortigen Kindertagesstätte eine erfolgreiche Kidzweek ausgerichtet. Wir haben jetzt die damaligen Teilnehmer/Innen in unser Team der jungen Erwachsenen integriert. So waren wir jetzt insgesamt 60 Mitarbeiter („coordinators“).

Nur so konnte die Organisation und Durchführung der Tagung mit insgesamt 222 Kindern und Jugendlichen gelingen. Die neuen Mitarbeiter setzten sich mit grosser Hingabe vor allem bei den praktischen Arbeiten ein, beim Kochen, Reinigen, Singen, beim Fussball und den kreativen Aktivitäten, aber ebenso beim Unterichten und in den Gesprächsgruppen.

Zubereitung des Maisbreis am offenen Feuer

Die History Makers haben diesmal das Kochen nicht den Frauen überlassen sondern selbst die Verantwortung übernommen. Es ist eine anstrengende Aufgabe in der Hitze des Tages ohne Schatten am offenen Feuer den Maisbrei zu kochen.

Finanzierung der Kidzweek

Der Mitarbeiter berichtet weiter:

Auf unseren Antrag hin spendete uns eine Brotfabrik die Hälfte der Weissbrote für das tägliche Frühstück. Wir sind sehr dankbar, dass uns der Aidshilfe Förderkreis Heiligenrode die meisten Ausgaben finanzierte, nämlich 800,– EUR. Wir danken auch für alle Gebete von Deutschland. Für den letzten Tag hatten wir kein Geld mehr. Aber Gott sorgte wunderbar für uns, denn wir bekamen genau die Summe, die wir brauchten, nämlich 100,– EUR.

Thematisches Programm bei der Kidzweek

1. Gott schenkt befreites Leben

Gottes Liebe ist ein Geschenk für unser Leben. Wir erfahren durch Gottes Wort, dass wir wertvoll sind in seinen Augen und bekommen ein neues Selbstwertgefühl. Zugleich sind wir gerufen, Verantwortung für unser eigenes Leben zu übernehmen und den anderen mit Achtung und Wertschätzung zu begegnen. Als Kinder Gottes wollen wir auch in anderen neues Leben durch den Glauben fördern.

2. Gesprächsgruppen mit den 13–16 Jährigen

In Gesprächsgruppen werden Tabuthemen und Gefährdungen des Alltags angesprochen und gemeinsam diskutiert:

  • Teenager-Schwangerschaft
  • Abtreibung
  • Missbrauch
  • Geschlechtskrankheiten (vor allem die Gefahr von HIV/AIDS)
  • Drogen
  • Kriminalität
  • Mobbing in der Schule
  • Diskriminierung
  • Armut
  • Verführung durch sogenannte „Liebe“ bei Mädchen gerade auch durch Männer

Die Mitarbeiter beantworteten viele Fragen und wurden stundenweise durch einen Pastor zur Seelsorge unterstützt.

Wir haben zusammen gebetet und Gott gelobt, der uns errettet und befreit.

Jugendliche in einer Diskussionsrunde

Die Jugendlichen in einer Diskussionsrunde. Viele Fragen werden gestellt.

Diskussionsgruppe mit älteren Jugendlichen

Ein junger Mann (stehend) leitet eine Diskussionsgruppe mit älteren Jugendlichen. Er fing vor 5 Jahren an im Team der History Makers mitzuarbeiten. Das hat ihn motiviert eine Ausbildung als Evangelist zu machen.

Bericht über die Selbsthilfegruppe in Botlokwa (Südafrika)

Introduction to the Botlokwa Care and Support Group (South Africa)

Der Aidshilfe Förderkreis unterstützt regelmässig die “Botlokwa Care and Support Group” im nördlichsten Kirchenkreis der ev. luth. Kirche (ELCSA) in der Limpopo Provinz (Südafrika). Seit vielen Jahren bin ich mit dieser Selbsthilfegruppe von Personen, die mit HIV/AIDS leben (= “support group”) und ihren Betreuerinnen (= “Caretaker”) in Verbindung. Aufgrund ihrer Krankheit können sie keine bezahlte Arbeit mehr bekommen. Antiretrovirale Medikamente, die sie täglich einnehmen, helfen ihnen zum Leben. Sie sind weitgehend sozial isoliert, darum ist für sie die Zugehörigkeit zu dieser Gruppe sehr wichtig.

Damit sie ihren Familien finanziell nicht immer zur Last fallen, haben sie durch unsere Unterstützung ein eigenes Projekt. So können sie sich etwas Geld verdienen und selbst in ihrer kleinen Gemeinschaft eine sinnvolle Arbeit ausüben.

Im Jahr 2003 besuchte ich diese Selbsthilfegruppe und wurde mit grosser Herzlichkeit aufgenommen. Wir umarmten uns wie alte Freunde. Wir hatten auch bei einem Festessen eine wunderbare Gemeinschaft. Durch den mitgebrachten Scheck konnten sie ein Perlenprojekt anfangen. Ich habe später viele ihrer hübschen Ketten in Deutschland verkauft. Im Jahr 2006 haben sie mit Hilfe des “Weltgebetstages für Frauen” zwei moderne Nähmaschinen anschaffen können. Die Frauen nähen Bettwäsche und verkaufen sie dort, ebenso andere Handarbeiten, die sie selbst herstellen.

Vom Aidshilfe Förderkreis unterstützen wir diese Gruppe jährlich mit 200,– Euro als Hilfe für eine Weihnachtsfeier mit gutem Essen und Lebensmitteln zum mit nach Hause nehmen.

Die Betreuerin dieser Gruppe, Frau Rangata, schrieb in einem Dankbrief an uns, dass sie auch Hilfe aus ihrer Umgebung empfangen haben:

On the 16 July 2011, ELCSA Northern Diocese Prayer Women’s League visited our Support Group members. They donated lot of clothes as well as groceries to them. They were so many, they came in two busses. That was called “outreach”. We were so excited and thankful to note that even our Diocese cares about the Support Group. It gave us new courage.

Members of the support group showing the products of their bead project

Drei Mitglieder der Selbsthilfegruppe zeigen die selbstgemachten Perlenketten und die Aids-Abzeichen aus Perlen. Sie tragen sie selbst auf der Brust.
[Three members of the support group show the products of her bead project.]

Members of the support group

Mitglieder der Selbsthilfegruppe.
[Members of the support group.]

Visit of the Northern Diocese Prayer Women's League

Besuch der “Northern Diocese Prayer Women’s League”. Während einer Tagung für die gesamte Diozöse besuchen die “Gebetsfrauen” in ihren Trachten die Selbsthilfegruppe in Botlokwa.
[Visit of the Northern Diocese Prayer Women’s League arriving in two busses.]

Receiving parcels with food and clothes for the support group

Die Betreuerinnen (“Caretaker”) empfangen für die aidskranken Gruppenmitglieder Pakete mit Kleidung und Lebensmitteln.
[The caretakers in Botlokwa receive parcels with food and clothes for the support group.]

Vorstellung der „History Makers Youth Group“ in Matsulu (Südafrika)

Introduction to the History Makers Youth Group in Matsulu (South Africa)

Der Aidshilfe Förderkreis möchte die Arbeit der Jugendgruppe in Matsulu (Provinz Mpumalanga, Südafrika) vorstellen, die „History Makers Youth Group“. Diese Jugendgruppe hat es sich zum Ziel gesetzt, die Waisenkinder in vielfältiger Weise zu unterstützen. Wir finanzieren wieder das tägliche Essen während der drei Kinder- und Jugendwochen im Juni und Dezember 2010.

Wie fing alles an?

Sibitiwe Hanna Pereira, 24 J. (BA, Psychologie), war in ihrem Herzen bewegt von der Not der Waisen und der verwahrlosten Kinder in ihrem Umfeld. Zusammen mit einer Reihe von jungen Männern und Frauen aus verschiedenen Kirchen in Matsulu gründeten sie 2008 die „History Makers Youth Group“. Heute gehören ca. 30 Mitglieder zu dieser Gruppe.

Was ist das Ziel der History Makers?

Die Mitglieder der Gruppe möchten Kinder und Jugendliche ganzheitlich vom Wort Gottes her auf ihr Leben vorbereiten und Fähigkeiten wecken, wie sie mit dem frühen Verlust der Eltern leben und den Herausforderungen durch Missbrauch, Armut, Alkohol und Drogen und dem Druck Gleichaltriger standhalten können – Nein sagen lernen vor allem im Blick auf vorzeitige Schwangerschaft und Ansteckung mit HIV/AIDS.
Die History Makers gründen ihre Gemeinschaft auf das Wort Gottes (Jesaja 43,19):

Siehe, ich will ein Neues schaffen. Jetzt wächst es auf; erkennt ihr’s denn nicht?

Aktivitäten

Die Gruppe hat einen Antrag gestellt, sich als NPO (Non Profit Organization) registrieren zu lassen. Dann darf sie als anerkannte Organisation um Spenden werben. Sie haben mit regelmäßigen Speisungen für Waisenkinder und Schüler in Matsulu B begonnen. Sie kochen zur Zeit täglich für 74 Jugendliche, sammeln Kleidung und Wolldecken für den Winter sowie Nahrungsmittel, Hygiene-Artikel und verteilen sie an bedürftige Kinder und Jugendliche. Zusätzlich haben sie am 1.04.2010 eine Bibliothek in der Kindertagesstätte eröffnet. Dazu haben sie in vielen Häusern Bücher in Englisch und Zulu gesammelt. Der Aidshilfe Förderkreis hat diese Arbeit mit der Finanzierung von Tischen und Bücherschränken unterstützt. Die Mitglieder der Gruppe helfen den Jugendlichen beim Lesen, wecken ihr Interesse am Lernen und helfen ihnen bei der Bewältigung der Schulaufgaben.

Die Jugendgruppe möchte die ganze Gemeinschaft des Ortes mit beteiligen, Verantwortung für die Waisenkinder zu übernehmen. Zu Weihnachten soll es einen besonderen Festtag für die Waisenkinder geben, zu dem viele der Ortsgemeinschaft etwas beitragen: z.B. ein Paket Reis, Bohnen u.ä.
Zusätzlich wollen die Mitglieder der History Makers Spenden einwerben durch Auto waschen und Verkauf von History Makers’ T-shirts.

Geistliche Vorbereitung der Gruppe

Im Vertrauen auf Gottes Zusagen in seinem Wort (Psalm 105,41) glauben die History Makers:

Mit Gott ist dieses Jahr für uns das Jahr, in dem wir Unwahrscheinliches und Unmögliches erreichen können. Wir vertrauen darauf, dass Er uns geistlich auf eine andere Ebene bringen wird.

Sie haben sich für jeden Monat einen Tag des Betens und Fastens (jeweils am 7. Tag des Monats) vorgenommen und ein Monatsthema, das sie bearbeiten wollen:

  • März: Das Heil ist schon da
  • April: Wie gehen wir mit der Veränderung um, die mit dem Heil kommt?
  • Mai: Was wird von mir als jungem Erwachsenen erwartet?
  • Juni: Waffen mit denen ich die täglichen Versuchungen überwinden kann
  • Juli: Die Kraft des Gebets
  • August: Wer bist Du in Gott?
  • September: Leben mit dem Heiligen Geist
  • Oktober: Wir sind mehr als Eroberer
  • November: Geben
  • Dezember: Dienen und was über Dein Dienen hinausgeht

Diese Themen sollen das geistliche Wachstum der Leiter fördern.

Dank

Als History Makers möchten wir Euch in Deutschland Danke sagen für Eure Unterstützung bei unserer Bemühung, unsere Bevölkerung und die notleidenden Kinder in unserer Gemeinschaft zu erreichen. Wir wissen es sehr zu schätzen, was Ihr alles für uns tut. Wir wünschen uns, dass Ihr und Euer Team uns besonders zu den Kinder- und Jugendwochen besuchen könntet, damit Ihr seht, was für große Dinge Gott im Leben der Kinder tut, die durch HIV/AIDS betroffen sind.

Auch wir als Aidshilfe Förderkreis danken allen Spendern hier und ehrenamtlichen Mitarbeitern in Südafrika dafür, dass wir in 2010 für drei Kinder- und Jugendwochen 2490 Euro überweisen konnten. Außerdem sind wir dankbar, dass wir allein in der Barberton Parish mehr als 300 Kindern und Schülern regelmäßig eine Speisung zukommen lassen können.

Sibitiwe Hanna Pereira with a coworker

Sibitiwe Hanna Pereira (rechts) mit einer Mitarbeiterin der History Makers.
[On the right Sibitiwe Hanna Pereira with a coworker of the History Makers.]

Young people at Kids Week

Eine Gruppe der Jugendlichen, die zur Kids‘ Week gekommen sind. In der vordersten Reihe sind die History Makers, ganz rechts Sibitiwe.
[A group of the young people who have come to the Kids‘ Week, on the very right there is Sibitiwe.]

The common breakfast at Kids Week

Das gemeinsame Frühstück jeden Morgen ist heiss begehrt. Die Leiterin der Kleingruppe passt auf, dass alles gut verläuft.
[The common breakfast is very important for every one. The leader of the small group supervises that all is done in good order.]

Enjoying the breakfast

Ein Mädchen freut sich über das Frühstück. Meistens haben die Kinder so etwas nicht zu Hause.
[One girl enjoys the breakfast. Usually the children do not get it at home.]

Cleaning of plates

Das Abwaschen der Teller nach der Mahlzeit geschieht draussen in Eimern.
[The cleaning of the plates is done outside in buckets after the meal.]

Different age groups meet together at Kids Week

Die Kids‘ Week findet in Matsulu in der Community Halle statt. Die grosse Schar der Kinder und Jugendlichen ist in verschiedene Altersgruppen eingeteilt. So können sie die Themen und ihre Fragen offen besprechen.
[The Kids‘ Week takes place in the Community Hall at Matsulu. The big number of children and young people is divided in different age groups. So they can speak freely about the topics and express their own questions.]

The girls love to chat

In der freien Zeit sitzen die Mädchen gern zusammen und erzählen.
[During free time the girls love to chat with one another.]

Enjoying a new friendship

Zwei Mädchen schliessen eine neue Freundschaft miteinander.
[Two girls enjoy to have a new friendship.]

Encountering each other playfully

Auf eine lockere Weise begegnen die grösseren Jungen und Mädchen einander spielerisch.
[The older boys and girls encounter each other playfully.]

The young people enjoy being together

Eine Gruppe der Jugendlichen. Sie freuen sich an ihrer Gemeinschaft.
[A group of the young people. They all enjoy being together.]

A member of the History Makers Youth Group

Die Kids‘ Week ist zu Ende, die Arbeit der History Makers noch lange nicht. Abwechselnd putzen sie den großen Saal. Jetzt ist eine der jungen Frauen dran.
[The Kids‘ Week is over, but the work of the History Makers still goes on. They clean the big hall. They change in doing the work. Here we see one of the young women at work.]


Introduction to the History Makers Youth Group in Matsulu, Mpumalanga Province, South Africa

The Aids Care Group wants to introduce to you the youth group of the History Makers. Their goal is to support the orphans and vulnerable children in many ways. We finance again the daily food during the three Kids‘ Weeks in June and December 2010 with Rand 24,900. We help them financially to start different projects and support them in prayer and emails.

Aims

The History Makers Youth Groups want to build their community by spreading the word that brightens the future. The name of the group is founded on Isaiah 43,19:

See, I am doing a new thing! Now it springs up; do you not perceive it?

Their mission is to gather children and teach them about God. Their aim is to identify the children’s gifts and talents, and to equip them with skills in order to tackle challenges they are facing such as teenage pregnancy, HIV/AIDS, loosing parents, peer pressure, emotional and physical abuse, alcohol, drugs and poverty.

Programme for 2010 – Outreach and three Kids‘ Weeks in Matsulu, Langeloop and Matsulu B

  • Collecting and distributing canned and dried foods in March
  • Collecting, washing and distributing clothes and blankets in April/May
  • Collecting and distributing toilettries in July
  • Christmas Party for orphans together with the whole community
  • Two Kids‘ Weeks in Langeloop and Matsulu B in June and July
  • One Kids‘ Week in Matsulu in December
  • Fund raising by washing cars and selling History Makers’ T-shirts

Thanks

We the History Makers want to thank you in Germany. You support us in our effort to reach our community and the children in need. We appreciate very much what you do for us. We wish that you and your team can visit us particulary during the kids‘ weeks so that you can see with your own eyes that God is working in a remarkable way in the lives of the children and teenagers affected by HIV/AIDS.

Children greet the donors in Germany

Die Kinder grüssen die Spender in Deutschland, die alle Mahlzeiten für die Kids‘ Week finanzierten: DANKE, wir lieben euch.
[The children greet the donors in Germany who sponsored the food for the Kids‘ Week: WE LOVE YOU.]

Neue Informationen aus Mpumalanga, Südafrika

News from Mpumalanga (South Africa)

Seit 2005 unterstützt der Aidshilfe Förderkreis für das Südliche Afrika die Arbeit an Waisenkindern und Aidskranken in Südafrika, Swasiland und Malawi.

In der Barberton Parish der Ev. luth. Kirche in Südafrika (ELCSA) in der Provinz Mpumalanga (Südafrika) sind neu gebaut worden: Zwei Kindertagesstätten in Langeloop und Matsulu B und eine Vorschule in Jeppes Reef. In Jeppes Reef wurde ein Haus als Zentrum für die Häusliche Krankenpflege und für Waisenkinder gekauft.

In Schoemansdal wurde ein leerstehendes Haus als Kindertagesstätte eingerichtet. Es entstanden insgesamt sechs Vorschulen. Vorschullehrerinnen werden berufsbegleitend über drei Jahre ausgebildet. Dank der Spenden des Aidshilfe Förderkreises werden ca. 300 Kinder regelmäßig gespeist. Eine Reihe der Schüler bekommen Schuluniformen.


News from the Barberton Parish (Mpumalanga, South Africa)

Since 2005 the Aids Care Group for Southern Africa supports projects with orphans and people suffering from HIV/AIDS in South Africa, Swasiland and Malawi.

In the Barberton Parish of the Ev. Lutheran Church in Southern Africa (ELCSA) in the Mpumalanga Province of South Africa the Aids Care Group was enabled by donations to build two drop-in centres at Langeloop and Matsulu B and one preschool at Jeppes Reef. In Jeppes Reef, one house was acquired for Home Based Care and orphans.

At Schoemansdal an empty house was changed into a drop-in centre. All in all, there are now six preschools. The preschool teachers are trained on the job in a 3-years course. Thanks to donations for this work and the feeding about 300 students and children get regular meals and some of the poorest get school uniforms as well.

Members of the project committee

Die leitende Pastorin Caroline Pereira (rechts hinten) mit zwei Frauen des Projektkomitees: Beauty Masilela (rechts vorne) und T.S. Mhlongo (links hinten) zusammen mit Pastorin Renate Cochrane, die die Projekte besucht und beraten hat. Für die folgenden Bilder von ihrem Projektbesuch danken wir ihr.
[The pastor in charge Rev. Caroline Pereira with two ladies of the project committee: Beauty Masilela and T.S. Mhlongo. Rev. Renate Cochrane, our voluntary experienced consultant, has visited the projects and the voluntary leaders and made the following photos. We deeply thank her and all of them.]

Schoemansdal

New school uniforms

Schüler der Nyeyeza High School in Schoemansdal in neuen Schuluniformen, die Beauty Masilela (ganz rechts), die Leiterin des Zentrums, für sie beschafft hat.
[Students of the Nyeyeza High School at Schoemansdal in new school uniforms. On the right hand the project leader Beauty Masilela who provided the uniforms.]

Eine der Schülerinnen bezeugt ihren Dank:

Ich bin dankbar für die Schuluniform und die Mahlzeiten, die wir jeden Tag während der Pause bekommen. Das Lernen in der Schule ist nicht mehr mit vielen Problemen verbunden. Mir fehlen die Worte, um das auszudrücken, was ich in meinem Herzen empfinde. Ich brauche nicht mehr daran zu denken, wie ich überleben kann – etwa durch Stehlen oder dadurch, dass ich meinen Körper verkaufe. Vielmehr kann ich mich auf meine Arbeit in der Schule konzentrieren. Denn wir brauchen nicht mehr zu fürchten, dass wir wegen schlechter Leistung die Schule verlassen müssen.


One student expresses her gratitude:

I am grateful for the school uniform and the meals which we receive every day during break. Learning is no more loaded with problems outside school. I have no words to express what I feel in my heart. I no longer have to think of how I can survive possibly by stealing or selling my body. I rather fully concentrate on my work at school. I need not fear any more having to leave school for bad results.

A teacher takes the bucket with food

Ein Lehrer holt die Schulspeisung, die in der Kindertagesstätte täglich für 250 Schüler gekocht wird. Seit Dezember 2009 übernimmt das Social Department die Kosten der Schulspeisung für 1 Jahr.
[A teacher takes the bucket with food which was cooked at the drop-in centre for 250 students. Since Dec 2009 the Social Department pays for the expenses of feeding for 1 year.]

The cook serves the dishes

Eine Köchin in Schoemansdal bringt das fertige Essen für die Kinder.
[The cook serves the dishes.]

Students wash the dishes

Die Schüler waschen die Teller draußen ab.
[Students wash the dishes in the garden.]

Preschool children have their meal

Vorschulkinder essen drinnen am Tisch.
[Preschool children have their meal at table.]

Students enthusiastic about donated computers

Begeisterung in Schoemansdal über die geschenkten Computer.
[Students are enthusiastic about learning with donated computers.]

Preschool children having fun with new toys

Mit Freuden spielen die Vorschulkinder mit den neuen Spielsachen.
[Preschool children have fun with the new toys given for them.]

Beauty Masilela visits a young mother

Beauty Masilela besucht eine junge aidskranke Mutter.
[Beauty Masilela visits a young mother bed-stricken by Aids.]

Orphans stay in child-headed families

Nach dem Tod der Mutter verbleibt das Kind in einem von älteren Geschwistern geführten Haushalt.
[After the mother’s death the child is left to stay in a child-headed family.]

Beauty Masilela showing a child the first self-grown spinage

Beauty Masilela hat den älteren Geschwistern geholfen Gemüse anzubauen. Sie zeigt dem kleinsten Kind, wie das Gemüse im Garten gewachsen ist.
[Beauty Masilela helped the elder kids of the child-headed family to grow vegetables and shows the smallest child the first spinage.]

Matsulu B

K

Neubau des Zentrums in Matsulu B für Speisungen, Vorschule und Gottesdienste.
[Newly built Drop-in Centre at Matsulu B for feeding, preschool, Church Services.]

L

Vorschulkinder sitzen auf alten Reifen.
[Preschool children sit on old tyres.]

M

Ein Junge sorgt für seinen kleineren Bruder.
[A boy cares for his younger brother.]

N

Für das Zentrum in Matsulu B finanzierte „Bild hilft – Ein Herz für Kinder“ (Hamburg) mit 7000 Euro die Wasserversorgung inkl. Bohrung, elektrischer Wasserpumpe und Wassertank.
[The German donor „Bild hilft – Ein Herz für Kinder“ sponsored the project at Matsulu B with 70000 Rand financing drilling for water, the electrical pump and the tank.]

O

Ein Mitarbeiter zeigt stolz vor dem Wassertank das Emblem von „Ein Herz für Kinder“. Die Schulkinder freuen sich über sauberes Trinkwasser.
[One of the workers shows the emblem of „Ein Herz für Kinder“ and the school children are happy to have clean water for drinking.]

P

Stellvertretend für alle Kinder sagt dieses Mädchen: „Ich danke allen Spendern des Aidshilfe Förderkreises in Heiligenrode, dass sie uns nicht vergessen, so dass wir mit Hoffnung leben können.“
[For all children this girl expresses their gratitude: „I like to thank all donors of the Aids Care Group at Heiligenrode (Germany) because they do not forget us so that we can live with hope.“.]

Leben teilen — Segen weitergeben

Hanna Steffens und Ilona Meyer berichten von ihrem Besuch bei den Aidshilfe-Projekten in Südafrika und Swasiland im April 2008

Auf dieser Reise standen Aidswaisenkinder und arme Kinder sowie die Hilfsprojekte und deren Mitarbeiter im Vordergrund. In Afrika sind fast immer Kinder die Opfer. Ich habe neu gelernt, Kinder mit den Augen der Liebe Jesu Christi zu sehen. Er hat sie geachtet, geliebt und gesegnet und ihnen seine Wärme und Nähe gegeben.

Orphans

Waisenkinder.
[Orphans.]

Jesus Christus als Vorbild und Segen

Jesus sagte zu seinen Jüngern (Markus 10,14+16):

Lasst die Kinder zu mir kommen und hindert sie nicht. Denn ihnen gehört das Reich Gottes. Und er herzte sie, legte die Hände auf sie und segnete sie.

Hanna Steffens with orphans

Hanna Steffens mit Waisenkindern.
[Hanna Steffens with orphans.]

Bei unseren Besuchen streckten sich uns viele kleine Hände entgegen. Mit großen offenen Augen sahen sie uns an. Einzelne setzten sich voller Vertrauen auf unseren Schoß, obwohl wir ihnen doch ganz fremd waren.

Das ist das Besondere an diesen afrikanischen Kindern ohne Eltern: sie sind offen und echt und staunen über die kleinen Wunder des Alltags und begegnen uns Fremden mit „kindlichem“ Vertrauen.

Wall hanging

Wandbehang.
[Wall hanging showing Jesus and children with five loafs and two fish and a Bible.]

Ilona und ich haben für die Kindertagesstätte in Langeloop (Provinz Mpumalanga, Südafrika) zur Einweihung einen Wandbehang gefertigt: Jesus steht in der Mitte und hält die Kinder an seiner Hand. Andere Kinder kommen von außen in diesen Kreis. Auf der grünen Wiese liegen fünf Brote und zwei Fische und eine Bibel als Symbole für die Speisung mit dem Allernötigsten. Jesus kann aus dem Wenigen, das wir für die Kinder bringen und mit ihnen teilen, viel machen. Durch sein Wort ist er für sie das Brot des Lebens.

Situation der Waisenkinder und Erste Hilfe

In Südafrika leben ca. 1,5 Millionen Waisenkinder, die Tendenz ist stark steigend. Die Regierungsprogramme kommen nicht nach. Die HIV-Rate liegt bei schwangeren Frauen in manchen Regionen bei 38,9%. In Afrika südlich der Sahara wird sie 2010 nach Schätzungen bei 50 Mio. liegen.

In Südafrika gibt es viele sog. „schwarze Diamanten“, das sind „steinreiche“ Afrikaner. Die Kluft zwischen Reichen und Armen ist nach 1994 ständig größer geworden. Die Arbeitslosenrate liegt in stadtfernen Landgebieten bei 50% bis 60%. Durch die steigenden Ölpreise werden alle Preise sehr angehoben. Der Kurs des Rand zum Euro steigt und spiegelt die zunehmende Inflation wider. Viele Menschen leiden Mangel, besonders die Kinder in Kinderhaushalten hungern, in denen ein halbwüchsiges Mädchen (14-17 Jahre) oder ein 16-jähriger Junge den Haushalt für die 3-5 jüngeren Geschwister führt, selber aber den Schulbesuch abbrechen musste, um irgendwo etwas zu verdienen. Ohne Hilfe von außen können diese Kinder sich selbst nicht ernähren, weil sie auch keine Erfahrung in Gartenbau oder Feldarbeit haben.

Mahlabaneni Development Project

Mahlabaneni Entwicklungsprojekt (Swasiland) und Ilona Meyer mit Waisenkindern.
[Mahlabaneni Development Project (Swasiland).]

Bei dem von unserem Förderkreis zusammen mit dem Eine-Welt-Laden in Loccum initiierten Mahlabaneni Entwicklungsprojekt bei Big Bend in Swasiland versorgt unsere treue Partnerin, Frau Busi Vilakazi, annähernd 200 Kinder mit Speisungen, die wir fortlaufend finanzieren, weil es dafür bislang noch keine Regierungsprogramme gab.

Feeding of children

180 Kinder erhalten an vier Tagen eine warme Mahlzeit, 35 Vorschulkinder werden hier unterrichtet und bekommen zweimal täglich zu essen.
[180 children are fed four times a week, 35 Preschool kids twice a day.]

Durch die anhaltende Trockenheit wächst in diesen niedrig gelegenen Gebieten (lowveld) seit Jahren keine Frucht mehr. Nur mit Hilfe einer von Bild hilft „Ein Herz für Kinder“ gespendeten Wasserversorgung kann Busi V. ein Gemüsefeld bewässern. Einzäunung, Saatgut, und Leih-Trecker zum Pflügen haben wir übernommen. Ohne ihren selbstlosen Einsatz mit drei Köchinnen und zwei Vorschullehrern sowie einem Nähprojekt freiwilliger Frauen wären vermutlich viele Kinder schon gestorben.

Busi Vilakazi with school uniform

Busi Vilakazi, die Projektleiterin, zeigt eine Schuluniform, von den Frauen genäht.
[The project coordinator presents a school uniform made by women.]

Polygame Tradition und ungeschützte Verbreitung von HIV

Es ist eine uralte Sitte in Afrika, dass Männer polygam lebten. Früher hatten sie legal mehrere Frauen, für die sie rechtmäßig sorgten. Bis heute ist es weit verbreitet, dass vor der Heirat auch in einer monogamen Ehe der Bewerber einen Brautpreis an die Familie seiner künftigen Frau zahlt. Früher war das die soziale Absicherung der Eltern, heute ist es die Anerkennung des sozialen Status der Frau.

Seit dem Ende der Apartheid und der Einführung der Demokratie für alle herrscht bei vielen ein Bewusstsein der „großen Freiheit“. Das macht sich u.a. auch bei Lehrern bemerkbar, und die Schüler machen es ihnen nach. Die sexuelle Freiheit bei den Heranwachsenden und die mit der alten polygamen Tradition gekoppelten Vorrechte des Mannes gegenüber einer Frau wirken zusammen, so dass es keine kulturellen oder ethischen Barrieren gegen die HIV Infektion beim Geschlechtsverkehr gibt. Weil viele Männer in den besten Jahren und mit gutem Verdienst (sugar daddies) fürchten, sich bei gleichaltrigen Frauen anzustecken, gebrauchen sie Kinder und Jugendliche in der Hoffnung, dass diese noch nicht HIV infiziert sind. Sie verführen manchmal bewusst junge Mädchen schon zur Prostitution, indem sie mit einem 50 Rand-Schein winken und dann eine Gegenleistung erwarten und meistens auch bekommen, weil eine Frau zu einem erwachsenen Mann nicht Nein sagt. Leider ist das oft auch mit nackter Gewalt verbunden. Waisenkinder, noch dazu schutzlos in brüchigen Häusern in Kinderhaushalten lebend, sind dadurch besonders gefährdet.

Girls with traumatic experiences

Zwei Mädchen mit traumatischen Erfahrungen.
[Girls with traumatic experiences.]

Bei diesen Kindern aus einem Haushalt mit drei Kindern (13, 11 u. 8 Jahre) wurde nachts eingebrochen. Es war für die Einbrecher nicht schwer, in das total brüchige Haus einzubrechen. Auch das Dach war schon halb eingebrochen. Die Männer wollten das älteste Mädchen missbrauchen. Alle Kinder schrieen laut auf. Zum Glück hörten das die Nachbarn und eilten mitten in der Nacht herbei. Darauf flohen die Eindringlinge. Die Kinder blieben allein zurück, natürlich total verängstigt, und kamen am folgenden Tag nicht wie gewohnt zum Mittagessen.

Frau Beauty Masilela (s.u.) machte sich auf den Weg, um nach ihnen zu sehen, und erfuhr die ganze Geschichte. Sie hat dann die drei Kinder sofort in das leerstehende Pfarrhaus zum Schlafen aufgenommen und uns gebeten, dass wir finanziell helfen. Mit unserer Hilfe konnte sie schon sechs Wolldecken und sechs Matratzen und Bettwäsche kaufen.

So brauchen diese „verwundbaren“ Kinder (vulnerable children) Menschen, die sich in der Liebe Christi um sie kümmern, ihnen zu essen geben und sie unter ihren Schutz stellen, soweit das möglich ist.

Feeding at Langeloop

Speisungen in Langeloop (Provinz Mpumalanga, Südafrika) mit kleinem Wächterhaus.
[Feeding at Langeloop (Barberton Parish, Mpumalanga, South Africa), small watchman house in the back.]

Speisungen in Langeloop/Barberton Parish — ein Liebeswerk der Frauen

Zwei Frauen in Langeloop haben an Neujahr 2005 begonnen, in dem Hof eines Privatgrundstücks 68 Kinder zu speisen. Die Hausbesitzerin hat an jedem Wochenende auf ihrem Herd auf eigene Kosten für sie gekocht, denn am schulfreien Samstag bekommen Grundschulkinder keine Schulspeisung. Die Frauen haben über Pfähle eine Plane gespannt, um einen schattigen Platz für die Kinder zu haben. Sie haben Geschirr dazugekauft und brauchten bald Geld für Maismehl und etwas Fleisch.
Feeding at Langeloop 2

Kinder essen Maisbrei mit einem Stückchen Wurst.
[Children eat maize porridge with a small piece of sausage.]

Aber auf Dauer reichte der kleine Hof nicht mehr aus. So wurde der Häuptling um ein größeres Stück Land gebeten. Dort konnte ab Sommer 2006 mit vielen kleinen und größeren Spenden aus unserem Förderkreis eine geräumige Halle als Kindertagesstätte gebaut und am 6.4.08 durch Bischof Biyela (Ev. luth. Kirche ELCSA Ost-Diözese) eingeweiht werden.

Im hinteren Teil der Halle sind zwei Ruhezimmer für kleinere Jungen und Mädchen, ein Abstellraum und ein Büro. Draußen auf dem Grundstück sind eine Küche, ein Wassertank, ein WC und ein Wächterhaus gebaut.

Drop-in centre at Langeloop

Kindertagesstätte, Küche und Wassertank in Langeloop.
[Drop-in centre with kitchen and water tank at Langeloop.]

Auf unseren Antrag hin hat Bild hilft „Ein Herz für Kinder“ auch hier für die Wasserbohrung und Installation einer elektrischen Pumpe und Rohrleitungen gespendet. Ein großer Segen für die Kinder und den Garten!

Einweihung der Kindertagesstätte in Langeloop

Dedication of the hall

Beginn der Einweihung mit Prozession um die Halle.
[Dedication of the hall by procession with the bishop.]

Da die Kindertagesstätte (Drop-in Centre) sonntags auch als Gottesdienstraum genutzt werden soll, wird sie mit einem festlichen Gottesdienst eingeweiht. Dazu zieht der Bischof zuerst mit der Gemeinde und allen Pastoren um das Gebäude herum, klopft mit seinem Bischofsstab an die Türen und enthüllt die Gedenktafel, die neben der Losung aus Johannes 14,19 auch den Hinweis auf den Sponsor, unseren Aidshilfe Förderkreis, enthält: die „Aids Care Group Heiligenrode“.

Bishop unveils the commemorating plaque

Bischof enthüllt die Gedenktafel.
[Bishop unveils the commemorating plaque.]

Nach dem Abendmahl werden die Kinder gesegnet — auch wir segnen.

Blessing the children

Ilona Meyer und Pastorin C.Pereira (in Rot) segnen die Kinder.
[Ilona Meyer and Rev. C. Pereira bless the children.]

Dann hängen wir 15 Helferinnen, die schon viele Jahre ehrenamtlich arbeiten, die von uns mitgebrachten Silberkreuze (Diakoniekreuze) um. Damit möchten wir ihnen eine Anerkennung und eine Motivation für ihren weiteren Dienst geben.

Silver crosses are given to the voluntary helpers

Ilona Meyer und Hanna Steffens hängen den Helferinnen Diakoniekreuze um.
[Silver Crosses are hung around the necks of the voluntary helpers.]

Bischof Biyela hat für sie gebetet und sie für ihren Dienst an den Kranken und Waisenkindern gesegnet — ganz im Sinne des Wortes Jesu (Matthäus 18,5):

Wer ein Kind aufnimmt in meinem Namen, der nimmt mich auf.

Orphans waiting

Zwei Waisenkinder warten.
[Two orphans waiting.]

Nach dem Ende des Gottesdienstes sprach ich Eltern und Kinder besonders an mit der Frage: Wer sind heute hier die wichtigsten Personen? — Ihr seid es, ihr Kinder. Jedes von euch ist kostbar (precious), weil Jesus euch mit seiner Liebe anschaut. Er ist euer Freund. Er hört eure Gebete, gerade wenn ihr ihm eure Not klagt.

Für euch wurde diese Kindertagesstätte gebaut. Hier bekommt ihr zu essen. Hier gehen die Kleinen zur Vorschule. Hierher könnt ihr Größeren kommen, um eure Schulaufgaben zu machen.

Hier seid ihr alle zuhause, sicher und geborgen. Hier könnt ihr spielen (wir schenkten ihnen zwei große Bälle) und auch in der Bibel lesen und biblische Geschichten erzählt bekommen. (9 Bibeln wurden am nächsten Tag den Helferinnen übergeben, weitere sollen gekauft werden.)

Orphans during the dedication service

Waisenkinder im Gottesdienst.
[Orphans during the dedication service.]

Ein Tag in Schoemansdal

Ein besonderes Vorbild der Liebe zu den Kindern erlebten wir in der Gemeinde Schoemansdal (Provinz Mpumalanga, Südafrika). Dort arbeitet Frau Beauty Masilela unermüdlich für die Kinder. Sie richtete eine Vorschule in der leerstehenden Garage eines unbewohnten Pfarrhauses ein und kocht täglich für 25 Waisen und 28 gefährdete Kinder und 10 Flüchtlingskinder aus Mozambique. Deren Mütter sind gestorben, den Aufenthalt des Vaters kennen sie nicht. Eine Geburtsurkunde besitzen sie nicht, auch keine Sterbeurkunde der Mutter. Wegen dieser fehlenden Dokumente können sie in Südafrika nicht registriert werden und auch keine Beihilfen beantragen. Aber da Südafrika die Charta der UN für Kinderrechte angenommen hat, kann Beauty M. durch die Vermittlung des Häuptlings und der Polizei vielleicht doch erreichen, dass sie einen Personalausweis (ID Card) bekommen. (Das erfuhr ich nach meiner Abreise von Mpumalanga im Sozialministerium der Limpopo Provinz und teilte es ihr mit.)

Cook dishes out the meal

Köchin teilt das Essen aus.
[Cook dishes out the meal.]

Wir haben schon einen Elektroherd, Kühlschrank und einen Regenwassertank finanziert sowie die gründliche Renovierung des Hauses. Wir kommen auch für die Verpflegung und für die Schuluniformen auf. Beauty Masilela näht selbst Taschen mit afrikanischen Mustern zum Verkauf und Schulkleidung für ihre Vorschulkinder.

Beauty Masilela with her grand-daughter

Beauty Masilela mit ihrer Enkeltochter.
[Beauty Masilela with her grand-daughter.]

Gottlob ist Beauty Masilela ein Mensch der Barmherzigkeit, die voller Hingabe den Kindern unentgeltlich dient: vormittags Vorschulunterricht und mit der Köchin das Essen zubereiten und an 63 Kinder austeilen, nach 16 Uhr nähen und abends für die eigene Familie kochen,waschen.

Multiplikatorenseminar in Beuster / Venda

Unsere letzte Station war Beuster (Limpopo Provinz, Südafrika), meine „alte Heimat“, in die ich 1956 als Missionarin für Frauen-, Kinder- und Jugendarbeit gesandt wurde und dort 10 Jahre tätig war. Durch meine Arbeit habe ich unter den damaligen Kindern und Jugendlichen bis heute Freundinnen gewonnen, die mir in meiner gegenwärtigen Arbeit eine unschätzbare Hilfe geworden sind. Zum Willkommen sangen mir die älteren Frauen afrikanische Lieder vor, die ich vor 45 Jahren in einem Liederbuch mit dem do-re-mi-fa-so Notensystem und Handzeichnungen gesammelt und mit ihnen gesungen habe.

Collection of African chorusses

Ein von Hanna Steffens handgefertigtes Liederbuch.
[A collection of African chorusses in do-re-mi-fa-so.]

Eine von ihnen ist Reggy Farisani, Dezernentin für Vorschul- und Grundschulkinder im Erziehungsministerium in Polokwane/Pietersburg und Frau des derzeitigen Präsidenten des Parlaments der Limpopo Provinz, des Pastors Dr. Tshenu S. Farisani, der Direktor des Kirchenzentrums auf Beuster ist.

Mit Reggy war ich zu einer Caregivers’ Conference des Kirchenkreises Devhula/Lebowa der ELCSA eingeladen.

Care groups of ELCSA Devhula/Lebowa Circuit

Die Caregivers aus dem Kirchenkreis Venda beim Seminar in Beuster.
[24 ladies from care groups of ELCSA Devhula/Lebowa Circuit at Beuster.]

24 Frauen interessierten sich sehr für die Bedürfnisse der Waisen (Needs of Orphans) und überlegten, welche Antwort sie in den Gemeinden darauf geben könnten. Es wurde deutlich, dass die schon vorhandenen Care Groups noch eine Situations- und Bedarfsanalyse machen sollten, um gezielt Waisenkinder zu sammeln. Dazu hatte ich einen Fragebogen entworfen. Durch die biblische Grundlegung und deren ganzheitliche Anwendung waren sie hoch motiviert. Nach ihrer Meinung könnten leerstehende Gebäude renoviert, darin Kindertagesstätten eingerichtet und Beihilfen für die laufenden Kosten beim Sozialministerium beantragt werden. Voraussetzung für die Antragstellung sind eine über mehrere Jahre geprüfte ordnungsgemäße Buchführung und die Anerkennung als Non-Profit Organisation (NPO). Danach kann erst um staatliche und private Spenden geworben werden. Das bedeutet für uns, dass wir eine Impulsfinanzierung leisten müssen, weil die Kirchengemeinden im Normalfall neben der Eigenfinanzierung der hauptamtlichen Mitarbeiter diese zusätzlichen Gelder nicht allein aufbringen können.

Project coordinator and treasurer of Orphan and Child Care Committee

Frau Themba und Frau Mhlongo aus der Projektleitung in Langeloop.
[Project coordinator and treasurer of Orphan and Child Care Committee.]

Frau T. Themba, die Vorsitzende, und Frau Mhlongo, die Schatzmeisterin des Orphan and Child Care Committee in Langeloop sind leuchtende Vorbilder für diese Anforderungen. Aber ohne die innere Motivation durch die Liebe Jesu hätten auch sie nicht den Bau einer großen Halle, die Koordination und Motivation aller ehrenamtlichen Kräfte und die Finanzplanung und Buchführung durchhalten können. Das alles macht Frau Themba neben ihrer leitenden Tätigkeit als Krankenschwester.

Ein neues Projekt in Matsulu B

Rev. Caroline Pereira

Pastorin Caroline Pereira im Pfarrhaus, neben ihr Frau mit Gesangbuch.
[Rev. C. Pereira at home who hosted Ilona Meyer and Hanna Steffens for four nights.]

Seit über 40 Jahren bin ich mit der Pastorin Caroline Pereira durch die Kinderarbeit in Venda befreundet. Sie ist die leitende Pastorin für die Barberton Parish mit Sitz in Matsulu A (Ausdehnung über 100 km).

Sibitiwe Hanna Pereira

Sibitiwe Hanna Pereira, Initiatorin der Kinderbibelwoche.
[Sibitiwe starting the Kids‘ Week during school holidays in December and June.]

Dort haben die jugendlichen „History Makers“ unter Anleitung von Sibitiwe Hanna Pereira, die gerade ihr Examen (BA) in Psychologie gemacht hat, in den jeweiligen Winter- und Sommerferien eine Kinderbibelwoche mit 400 bzw. 300 Teilnehmern durchgeführt mit Einblick in die Probleme von Liebe und Sex, Schwangerschaft, Drogen, Vergewaltigung und HIV/AIDS.

In Matsulu B, einem Neubaugebiet für gekündigte Farmarbeiterfamilien, die auf den Farmen nur so lange Wohnrecht haben, wie sie dort auch arbeiten, wollen die Frauen und Mütter nun eine kleine Halle zur Speisung der Waisenkinder bauen.

History Makers Youth

Die Jugendlichen der „History Makers“ Gruppe im Vorbereitungsteam.
[The History Makers Youth in the preparatory team for the Kids‘ Day.]

Sibitiwe und die 18-25jährigen Jugendlichen werden dort in den Winterferien (Juli) von Haus zu Haus gehen und nach der Situation der Familien und nach Waisenkindern fragen. An einem Samstag wollen sie dann alle Kinder und Jugendlichen einladen und mit ihnen singend, spielend und betend deren Leben ganzheitlich in den Blick nehmen.

Die notwendige Kindertagesstätte in Matsulu B wird sich daraus entwickeln und unser nächstes Bauprojekt werden. Die Frauen sammeln dafür jeden Monat 50 Rand. Für Speisungen sorgen wir jetzt schon.

Dank

Wir sind allen von Herzen dankbar, die die empfangene Liebe in Wort und Tat mit den Kindern teilen und so den Segen Jesu Christi an die Waisen weitergeben, die darauf ebenso warten wie auf einen Teller Maisbrei.

A preschool girl having received her daily ration

Eine Vorschülerin empfängt das Essen.
[A preschool girl having received her daily ration.]

Wir danken Christus, dass er sich zuerst der Kleinen und Schwachen annimmt, und wollen darum beten, dass uns die Augen und Herzen auch für die Armut vieler Kinder in Deutschland geöffnet werden. Empfangenen Segen weitergeben und Leben teilen — dazu helfe uns Gott!

Erste Erfolge des Nähprojektes mit HIV-positiven Frauen bei Kapstadt (Südafrika)

Sewing project in a township near Capetown (South Africa)

Hanna Steffens berichtet:

Im Januar 2005 war ich in dem HIV/AIDS-Zentrum „Themba Labantu“ (=“Hoffnung für die Menschen“) in Philippi bei Kapstadt (Südafrika). Dort konnte ich ein Nähprojekt mit einer Gruppe von Frauen anfangen. Das Geld für eine Nähmaschine war mir von einem Hauskreis in Deutschland mitgegeben worden.

Sewing project in Philippi (Capetown, South Africa)

Frauen machen die ersten Nähversuche und lernen in einem Nähprojekt in Philippi bei Kapstadt (Südafrika), Taschen zu produzieren und diese mit afrikanischen Motiven und Perlenstickerei zu verzieren.
[In 2005, Hanna Steffens started a sewing project in Philippi, a township near Capetown (South Africa). 10 Women have got a paid job sewing bags decorated with African patterns.]

10 Frauen haben sich darauf spezialisiert, nach meinen Mustern Taschen aus festem Jeansstoff herzustellen. Jede Tasche ist ein Unikat mit verschiedenen afrikanischen Mustern, mit Perlen in liebevoller Handarbeit verziert. Am Anfang war es mit dem Absatz sehr schwierig.

Nun hat der Förderverein Themba Labantu e.V. (München) Verbindung mit der Firma Abbott aufgenommen. Diese Firma hat nun schon zum zweiten Mal 5000 dieser Taschen bestellt und bezahlt. So konnten in Philippi Industrienähmaschinen angeschafft werden. Nun geht die Arbeit schneller voran. Zehn HIV-positive Frauen haben dadurch einen regelmässigen Verdienst und können sich und ihre Kinder ernähren.

Sewing project in Philippi (Capetown, South Africa)

Taschen hergestellt durch HIV-positive Frauen des HIV/AIDS-Zentrum „Themba Labantu“ bei Kapstadt (Südafrika).
[Bags created by HIV positive women from the HIV/AIDS centre „Themba Labantu“ near Capetown (South Africa). The bags can be bought at the centre and in Munich, Germany.]

Die Taschen können auch bestellt und gekauft werden zum Preis von 12,- EUR (Grösse: 30 x 40 cm, unterschiedliche Motive, z.B. Protea, Perlhuhn, Elefant). Bestellung bei:

Frau Margarete Doppler
Themba Labantu - Hoffnung für die Menschen e.V.
Ammergaustr. 15
81377 München

Tel:    +49 (0)89 7142802
Fax:    +49 (0)89 7193701
E-Mail: info@themba-labantu.de

Die Webseite des Förderverein Themba Labantu e.V. zeigt weitere Bilder der Taschen sowie weitere Produkte des HIV/AIDS-Zentrum „Themba Labantu“:

http://www.themba-labantu.de/produkte.htm