Waisenkindertage in der Limpopo Provinz (Südafrika)

Hilfe für Waisenkinder im Norden Südafrikas

Der Aidshilfe Förderkreis schickt an sechs verschiedene “Health and Welfare” Gruppen der ev. lutherischen Kirche in der nördlichen Limpopo Provinz (Südafrika) einmal jährich eine finanzielle Unterstützung. So können die aktiven Frauen der Gemeinde ein Weihnachtsfest für die Waisenkinder gestalten. Ein gutes Festessen gehört mit dazu. Die Kinder bekommen auch Lebensmittel und Hygieneartikel zum Mitnehmen.

Boluvedu Parish

Unter der Leitung von Pastorin Jobe haben die Frauen der Gemeinde des Boluvedu Parish den ersten Waisenkindertag organisiert. Die Waisenkinder bekommen Lebenshilfe für die vielen Probleme des Alltags. Viele Kinder leben allein ohne einen Erwachsenen. Es tut gut, wenn eine Frau ein Kind streichelt und sagt: „I love you“.

Teilnehmer am Waisenkindertag

Teilnehmer am Waisenkindertag im Boluvedu Parish. Die Frauen, die hinter den Kindern stehen, gehören zu einem Komitee der Care Givers. Sie bereiten den Waisenkindertag vor.

Kinder zünden Kerzen im Andenken an ihre verstorbenen Mütter an

Beim Waisenkindertag im Boluvedu Parish zünden die Kinder Kerzen im Andenken an ihre verstorbenen Mütter an.

Tshakhuma Parish (Venda)

Während des Waisenkindertages in Ha Mutsha (Tshakhuma Parish) konnten durch den Aidshilfe Förderkreis Schuluniformen an die Waisenkinder verteilt werden. Die Schuluniformen motivieren benachteiligte Kinder zum Lernen und geben ihnen ein anderes Selbstbewusstsein, da sie nun wie andere Kinder die obligatorische Schulkleidung tragen können.

Waisenkinder erhalten die begehrte Schuluniform

Waisenkinder in Ha Mutsha (Tshakhuma Parish) erhalten die begehrte Schuluniform.

Insgesamt konnten im Jahr 2011 durch mehrere grosse Spenden 287 Schuluniformen in Südafrika und Swasiland an bedürftige Kinder verteilt werden. Wir hoffen, dass wir diese Zahl für 2012 vergrössern können, denn viele Kinder sind noch leer ausgegangen. Eine Schuluniform kostet je nach Grösse ca. 40,– €. Wir sind für Spenden hierfür sehr dankbar.

Aidshilfe Förderkreis
Volksbank Syke
BIC: GENODEF1SHR
IBAN: DE42 2916 7624 1707 2107 00

Besuch in einer neuen Kindertagesstätte in Mpumalanga (Südafrika)

Renate Cochrane berichtet von der Kindertagesstätte „Sitholemusa“ in Matsulu B

Wir danken Pastorin Renate Cochrane herzlich für ihren 2. Besuch in Barberton Parish (Provinz Mpumalanga, Südafrika) von Kapstadt aus. Sie hat alle unsere Projekte dort im September 2010 besucht. Sie konnte durch ihre langjährige Erfahrung mit kirchlicher Entwicklungsarbeit den Helferinnen dort mit Rat und Tat zur Seite stehen. Von der Kindertagesstätte „Sitholemusa“ in Matsulu B (20 km außerhalb von Nelspruit, Provinz Mpumalanga) hat sie uns folgenden Bericht mit Bildern geschickt. Sitholemusa wurde durch die Spenden von Freunden des Aidshilfeförderkreises 2009 gebaut. Mitte 2010 konnte ein anliegendes Haus mit Garage dazu erworben werden. Seit kurzem ist dort die Vorschule und der Kindergarten mit ca 30–40 Kindern untergebracht.

Bericht von Renate Cochrane

Matsulu B ist eine sehr arme Gegend, denn die meisten Menschen wurden von ihrer Arbeitsstelle vertrieben. Viele waren Farmarbeiter. Das Land gehört der „Community“, d.h. der Häuptling vergibt ein Stückchen Land, auf dem einfache Ein-Zimmer-Häuser gebaut werden dürfen. Die Bewohner kennen sich nicht und haben deshalb auch nicht die Nachbarschaftshilfe, wie sie in den anderen Gegenden gepflegt wird, wo die Menschen miteinander aufgewachsen sind. Die Waisenkinder in Matsulu sind bedürftiger als in den anderen Gegenden.

Spielende Kinder vor der Kindertagesstätte

Spielende Kinder vor der Kindertagesstätte.

Das obige Foto zeigt besonders klar die Armut im Hintergrund. Die kleinen Häuser wurden von der Regierung gebaut, vor allem für vertriebene Farmarbeiter. Die Menschen, die jetzt dort leben, gehören nicht zu einer gewachsenen Dorfgemeinschaft, sondern wurden recht willkürlich dort angesiedelt. Die Situation von Alkohol, Armut und Verwahrlosung ist viel schlimmer hier in Matsulu B als in der Umgebung der anderen Zentren. Daher kommen die Kinder gern in die Tagesstätte Sitholemusa, das heisst übersetzt „Mir ist Barmherzigkeit widerfahren“. Hier finden sie Sicherheit und Geborgenheit.

Der Wassertank ist lebenswichtig

Der Wassertank ist lebenswichtig.

Wasser – eine Kostbarkeit! Vor dem Essen und nach dem Essen werden die Hände gewaschen. Die Kinder sind alle sehr sauber. Das ist eine Eigenschaft der Swazis, die jedem Besucher angenehm auffällt. Auf Sauberkeit wird äusserster Wert gelegt.

Die Köchinnen teilen das Essen aus

Die Köchinnen teilen das Essen aus.

Es ist sehr heiss und schwül. 35 Grad. Die Kinder bringen zum Essen ihre eigenen Behälter mit und hoffen, dass sie nach dem „Sauberschlecken“ noch einen Nachschlag bekommen und dann nach Hause mitnehmen können. Das ist aber meistens leider nicht der Fall. Nach dem Essen arbeiten diese Köchinnen auch als Betreuerinnen („caregivers“) und tragen die Verantwortung für bis zu 80 Kinder. Sie sind warmherzige Frauen und leisten sehr viel.

Kinder beim Essen

Kinder beim Essen.

Die Kinder dürfen zum Essen auf richtigen Stühlen an Tischen sitzen – das kennen die meisten nicht von zuhause. Nach dem Essen wird Skumbuzo, ein Mitarbeiter der „History Makers“, eine Geschichte erzählen.

Die Kinder hören eine Geschichte

Die Kinder hören eine Geschichte.

Die Kinder wohnen im Umkreis und haben sich nach der Schule umgezogen und sind zum Zentrum gerannt. Nach dem Essen erzählt Skumbuzo eine Geschichte. Einige dürfen nach vorne kommen und etwas vortragen oder vortanzen.

Skumbuzo, ein treuer Mitarbeiter

Skumbuzo, ein treuer Mitarbeiter.

Skumbuzo gestaltet das Nachmittagspgrogramm für die Kinder. Seine Anwesenheit ist ganz besonders wichtig, denn die Kinder brauchen männliche Vorbilder. Es sind sonst nur Frauen in der Waisenarbeit tätig. Der kleine Albino interessiert sich sehr fürs Lesen, denn er muss wegen seiner hellen Haut die Sonne meiden.

Die Kleinen vom Kindergarten warten auf das gemeinsame Programm

Die Kleinen vom Kindergarten warten auf das gemeinsame Programm.

Am Freitagnachmittag sind alle in der großen Halle versammelt – auch die Kleinen vom Kindergarten. Sie sitzen an kleinen Tischen. Sie warten nun auf Vorlesen, Singen und verschiedene Darbietungen der Größeren. Alles wird von Skumbuzo und den History Makers vorbereitet.

Die Kinder sitzen im Schatten der Häuser

Die Kinder stehen im Schatten der Häuser.

Der einzige Schattenplatz ist zwischen dem Hauptgebäude und dem Nebengebäude. Im Hintergrund spielen die Kinder auf dem Klettergerüst, das sehr beliebt ist.

Die Kindertagesstätte wird für viele Waisenkinder zum Ersatz für ihr fehlendes Zuhause. Hier finden sie eine liebevolle Betreuung. Am Sonntag sind sie zu den Gottesdiensten der Gemeinde in ihrem Zentrum eingeladen. Eine größere Zahl von ihnen hat sich schon zum Konfirmandenunterricht angemeldet. So wächst durch das Zentrum auch eine Kirchengemeinde von Erwachsenen und Kindern.

Vorstellung der „History Makers Youth Group“ in Matsulu (Südafrika)

Introduction to the History Makers Youth Group in Matsulu (South Africa)

Der Aidshilfe Förderkreis möchte die Arbeit der Jugendgruppe in Matsulu (Provinz Mpumalanga, Südafrika) vorstellen, die „History Makers Youth Group“. Diese Jugendgruppe hat es sich zum Ziel gesetzt, die Waisenkinder in vielfältiger Weise zu unterstützen. Wir finanzieren wieder das tägliche Essen während der drei Kinder- und Jugendwochen im Juni und Dezember 2010.

Wie fing alles an?

Sibitiwe Hanna Pereira, 24 J. (BA, Psychologie), war in ihrem Herzen bewegt von der Not der Waisen und der verwahrlosten Kinder in ihrem Umfeld. Zusammen mit einer Reihe von jungen Männern und Frauen aus verschiedenen Kirchen in Matsulu gründeten sie 2008 die „History Makers Youth Group“. Heute gehören ca. 30 Mitglieder zu dieser Gruppe.

Was ist das Ziel der History Makers?

Die Mitglieder der Gruppe möchten Kinder und Jugendliche ganzheitlich vom Wort Gottes her auf ihr Leben vorbereiten und Fähigkeiten wecken, wie sie mit dem frühen Verlust der Eltern leben und den Herausforderungen durch Missbrauch, Armut, Alkohol und Drogen und dem Druck Gleichaltriger standhalten können – Nein sagen lernen vor allem im Blick auf vorzeitige Schwangerschaft und Ansteckung mit HIV/AIDS.
Die History Makers gründen ihre Gemeinschaft auf das Wort Gottes (Jesaja 43,19):

Siehe, ich will ein Neues schaffen. Jetzt wächst es auf; erkennt ihr’s denn nicht?

Aktivitäten

Die Gruppe hat einen Antrag gestellt, sich als NPO (Non Profit Organization) registrieren zu lassen. Dann darf sie als anerkannte Organisation um Spenden werben. Sie haben mit regelmäßigen Speisungen für Waisenkinder und Schüler in Matsulu B begonnen. Sie kochen zur Zeit täglich für 74 Jugendliche, sammeln Kleidung und Wolldecken für den Winter sowie Nahrungsmittel, Hygiene-Artikel und verteilen sie an bedürftige Kinder und Jugendliche. Zusätzlich haben sie am 1.04.2010 eine Bibliothek in der Kindertagesstätte eröffnet. Dazu haben sie in vielen Häusern Bücher in Englisch und Zulu gesammelt. Der Aidshilfe Förderkreis hat diese Arbeit mit der Finanzierung von Tischen und Bücherschränken unterstützt. Die Mitglieder der Gruppe helfen den Jugendlichen beim Lesen, wecken ihr Interesse am Lernen und helfen ihnen bei der Bewältigung der Schulaufgaben.

Die Jugendgruppe möchte die ganze Gemeinschaft des Ortes mit beteiligen, Verantwortung für die Waisenkinder zu übernehmen. Zu Weihnachten soll es einen besonderen Festtag für die Waisenkinder geben, zu dem viele der Ortsgemeinschaft etwas beitragen: z.B. ein Paket Reis, Bohnen u.ä.
Zusätzlich wollen die Mitglieder der History Makers Spenden einwerben durch Auto waschen und Verkauf von History Makers’ T-shirts.

Geistliche Vorbereitung der Gruppe

Im Vertrauen auf Gottes Zusagen in seinem Wort (Psalm 105,41) glauben die History Makers:

Mit Gott ist dieses Jahr für uns das Jahr, in dem wir Unwahrscheinliches und Unmögliches erreichen können. Wir vertrauen darauf, dass Er uns geistlich auf eine andere Ebene bringen wird.

Sie haben sich für jeden Monat einen Tag des Betens und Fastens (jeweils am 7. Tag des Monats) vorgenommen und ein Monatsthema, das sie bearbeiten wollen:

  • März: Das Heil ist schon da
  • April: Wie gehen wir mit der Veränderung um, die mit dem Heil kommt?
  • Mai: Was wird von mir als jungem Erwachsenen erwartet?
  • Juni: Waffen mit denen ich die täglichen Versuchungen überwinden kann
  • Juli: Die Kraft des Gebets
  • August: Wer bist Du in Gott?
  • September: Leben mit dem Heiligen Geist
  • Oktober: Wir sind mehr als Eroberer
  • November: Geben
  • Dezember: Dienen und was über Dein Dienen hinausgeht

Diese Themen sollen das geistliche Wachstum der Leiter fördern.

Dank

Als History Makers möchten wir Euch in Deutschland Danke sagen für Eure Unterstützung bei unserer Bemühung, unsere Bevölkerung und die notleidenden Kinder in unserer Gemeinschaft zu erreichen. Wir wissen es sehr zu schätzen, was Ihr alles für uns tut. Wir wünschen uns, dass Ihr und Euer Team uns besonders zu den Kinder- und Jugendwochen besuchen könntet, damit Ihr seht, was für große Dinge Gott im Leben der Kinder tut, die durch HIV/AIDS betroffen sind.

Auch wir als Aidshilfe Förderkreis danken allen Spendern hier und ehrenamtlichen Mitarbeitern in Südafrika dafür, dass wir in 2010 für drei Kinder- und Jugendwochen 2490 Euro überweisen konnten. Außerdem sind wir dankbar, dass wir allein in der Barberton Parish mehr als 300 Kindern und Schülern regelmäßig eine Speisung zukommen lassen können.

Sibitiwe Hanna Pereira with a coworker

Sibitiwe Hanna Pereira (rechts) mit einer Mitarbeiterin der History Makers.
[On the right Sibitiwe Hanna Pereira with a coworker of the History Makers.]

Young people at Kids Week

Eine Gruppe der Jugendlichen, die zur Kids‘ Week gekommen sind. In der vordersten Reihe sind die History Makers, ganz rechts Sibitiwe.
[A group of the young people who have come to the Kids‘ Week, on the very right there is Sibitiwe.]

The common breakfast at Kids Week

Das gemeinsame Frühstück jeden Morgen ist heiss begehrt. Die Leiterin der Kleingruppe passt auf, dass alles gut verläuft.
[The common breakfast is very important for every one. The leader of the small group supervises that all is done in good order.]

Enjoying the breakfast

Ein Mädchen freut sich über das Frühstück. Meistens haben die Kinder so etwas nicht zu Hause.
[One girl enjoys the breakfast. Usually the children do not get it at home.]

Cleaning of plates

Das Abwaschen der Teller nach der Mahlzeit geschieht draussen in Eimern.
[The cleaning of the plates is done outside in buckets after the meal.]

Different age groups meet together at Kids Week

Die Kids‘ Week findet in Matsulu in der Community Halle statt. Die grosse Schar der Kinder und Jugendlichen ist in verschiedene Altersgruppen eingeteilt. So können sie die Themen und ihre Fragen offen besprechen.
[The Kids‘ Week takes place in the Community Hall at Matsulu. The big number of children and young people is divided in different age groups. So they can speak freely about the topics and express their own questions.]

The girls love to chat

In der freien Zeit sitzen die Mädchen gern zusammen und erzählen.
[During free time the girls love to chat with one another.]

Enjoying a new friendship

Zwei Mädchen schliessen eine neue Freundschaft miteinander.
[Two girls enjoy to have a new friendship.]

Encountering each other playfully

Auf eine lockere Weise begegnen die grösseren Jungen und Mädchen einander spielerisch.
[The older boys and girls encounter each other playfully.]

The young people enjoy being together

Eine Gruppe der Jugendlichen. Sie freuen sich an ihrer Gemeinschaft.
[A group of the young people. They all enjoy being together.]

A member of the History Makers Youth Group

Die Kids‘ Week ist zu Ende, die Arbeit der History Makers noch lange nicht. Abwechselnd putzen sie den großen Saal. Jetzt ist eine der jungen Frauen dran.
[The Kids‘ Week is over, but the work of the History Makers still goes on. They clean the big hall. They change in doing the work. Here we see one of the young women at work.]


Introduction to the History Makers Youth Group in Matsulu, Mpumalanga Province, South Africa

The Aids Care Group wants to introduce to you the youth group of the History Makers. Their goal is to support the orphans and vulnerable children in many ways. We finance again the daily food during the three Kids‘ Weeks in June and December 2010 with Rand 24,900. We help them financially to start different projects and support them in prayer and emails.

Aims

The History Makers Youth Groups want to build their community by spreading the word that brightens the future. The name of the group is founded on Isaiah 43,19:

See, I am doing a new thing! Now it springs up; do you not perceive it?

Their mission is to gather children and teach them about God. Their aim is to identify the children’s gifts and talents, and to equip them with skills in order to tackle challenges they are facing such as teenage pregnancy, HIV/AIDS, loosing parents, peer pressure, emotional and physical abuse, alcohol, drugs and poverty.

Programme for 2010 – Outreach and three Kids‘ Weeks in Matsulu, Langeloop and Matsulu B

  • Collecting and distributing canned and dried foods in March
  • Collecting, washing and distributing clothes and blankets in April/May
  • Collecting and distributing toilettries in July
  • Christmas Party for orphans together with the whole community
  • Two Kids‘ Weeks in Langeloop and Matsulu B in June and July
  • One Kids‘ Week in Matsulu in December
  • Fund raising by washing cars and selling History Makers’ T-shirts

Thanks

We the History Makers want to thank you in Germany. You support us in our effort to reach our community and the children in need. We appreciate very much what you do for us. We wish that you and your team can visit us particulary during the kids‘ weeks so that you can see with your own eyes that God is working in a remarkable way in the lives of the children and teenagers affected by HIV/AIDS.

Children greet the donors in Germany

Die Kinder grüssen die Spender in Deutschland, die alle Mahlzeiten für die Kids‘ Week finanzierten: DANKE, wir lieben euch.
[The children greet the donors in Germany who sponsored the food for the Kids‘ Week: WE LOVE YOU.]

Neue Informationen aus Mpumalanga, Südafrika

News from Mpumalanga (South Africa)

Seit 2005 unterstützt der Aidshilfe Förderkreis für das Südliche Afrika die Arbeit an Waisenkindern und Aidskranken in Südafrika, Swasiland und Malawi.

In der Barberton Parish der Ev. luth. Kirche in Südafrika (ELCSA) in der Provinz Mpumalanga (Südafrika) sind neu gebaut worden: Zwei Kindertagesstätten in Langeloop und Matsulu B und eine Vorschule in Jeppes Reef. In Jeppes Reef wurde ein Haus als Zentrum für die Häusliche Krankenpflege und für Waisenkinder gekauft.

In Schoemansdal wurde ein leerstehendes Haus als Kindertagesstätte eingerichtet. Es entstanden insgesamt sechs Vorschulen. Vorschullehrerinnen werden berufsbegleitend über drei Jahre ausgebildet. Dank der Spenden des Aidshilfe Förderkreises werden ca. 300 Kinder regelmäßig gespeist. Eine Reihe der Schüler bekommen Schuluniformen.


News from the Barberton Parish (Mpumalanga, South Africa)

Since 2005 the Aids Care Group for Southern Africa supports projects with orphans and people suffering from HIV/AIDS in South Africa, Swasiland and Malawi.

In the Barberton Parish of the Ev. Lutheran Church in Southern Africa (ELCSA) in the Mpumalanga Province of South Africa the Aids Care Group was enabled by donations to build two drop-in centres at Langeloop and Matsulu B and one preschool at Jeppes Reef. In Jeppes Reef, one house was acquired for Home Based Care and orphans.

At Schoemansdal an empty house was changed into a drop-in centre. All in all, there are now six preschools. The preschool teachers are trained on the job in a 3-years course. Thanks to donations for this work and the feeding about 300 students and children get regular meals and some of the poorest get school uniforms as well.

Members of the project committee

Die leitende Pastorin Caroline Pereira (rechts hinten) mit zwei Frauen des Projektkomitees: Beauty Masilela (rechts vorne) und T.S. Mhlongo (links hinten) zusammen mit Pastorin Renate Cochrane, die die Projekte besucht und beraten hat. Für die folgenden Bilder von ihrem Projektbesuch danken wir ihr.
[The pastor in charge Rev. Caroline Pereira with two ladies of the project committee: Beauty Masilela and T.S. Mhlongo. Rev. Renate Cochrane, our voluntary experienced consultant, has visited the projects and the voluntary leaders and made the following photos. We deeply thank her and all of them.]

Schoemansdal

New school uniforms

Schüler der Nyeyeza High School in Schoemansdal in neuen Schuluniformen, die Beauty Masilela (ganz rechts), die Leiterin des Zentrums, für sie beschafft hat.
[Students of the Nyeyeza High School at Schoemansdal in new school uniforms. On the right hand the project leader Beauty Masilela who provided the uniforms.]

Eine der Schülerinnen bezeugt ihren Dank:

Ich bin dankbar für die Schuluniform und die Mahlzeiten, die wir jeden Tag während der Pause bekommen. Das Lernen in der Schule ist nicht mehr mit vielen Problemen verbunden. Mir fehlen die Worte, um das auszudrücken, was ich in meinem Herzen empfinde. Ich brauche nicht mehr daran zu denken, wie ich überleben kann – etwa durch Stehlen oder dadurch, dass ich meinen Körper verkaufe. Vielmehr kann ich mich auf meine Arbeit in der Schule konzentrieren. Denn wir brauchen nicht mehr zu fürchten, dass wir wegen schlechter Leistung die Schule verlassen müssen.


One student expresses her gratitude:

I am grateful for the school uniform and the meals which we receive every day during break. Learning is no more loaded with problems outside school. I have no words to express what I feel in my heart. I no longer have to think of how I can survive possibly by stealing or selling my body. I rather fully concentrate on my work at school. I need not fear any more having to leave school for bad results.

A teacher takes the bucket with food

Ein Lehrer holt die Schulspeisung, die in der Kindertagesstätte täglich für 250 Schüler gekocht wird. Seit Dezember 2009 übernimmt das Social Department die Kosten der Schulspeisung für 1 Jahr.
[A teacher takes the bucket with food which was cooked at the drop-in centre for 250 students. Since Dec 2009 the Social Department pays for the expenses of feeding for 1 year.]

The cook serves the dishes

Eine Köchin in Schoemansdal bringt das fertige Essen für die Kinder.
[The cook serves the dishes.]

Students wash the dishes

Die Schüler waschen die Teller draußen ab.
[Students wash the dishes in the garden.]

Preschool children have their meal

Vorschulkinder essen drinnen am Tisch.
[Preschool children have their meal at table.]

Students enthusiastic about donated computers

Begeisterung in Schoemansdal über die geschenkten Computer.
[Students are enthusiastic about learning with donated computers.]

Preschool children having fun with new toys

Mit Freuden spielen die Vorschulkinder mit den neuen Spielsachen.
[Preschool children have fun with the new toys given for them.]

Beauty Masilela visits a young mother

Beauty Masilela besucht eine junge aidskranke Mutter.
[Beauty Masilela visits a young mother bed-stricken by Aids.]

Orphans stay in child-headed families

Nach dem Tod der Mutter verbleibt das Kind in einem von älteren Geschwistern geführten Haushalt.
[After the mother’s death the child is left to stay in a child-headed family.]

Beauty Masilela showing a child the first self-grown spinage

Beauty Masilela hat den älteren Geschwistern geholfen Gemüse anzubauen. Sie zeigt dem kleinsten Kind, wie das Gemüse im Garten gewachsen ist.
[Beauty Masilela helped the elder kids of the child-headed family to grow vegetables and shows the smallest child the first spinage.]

Matsulu B

K

Neubau des Zentrums in Matsulu B für Speisungen, Vorschule und Gottesdienste.
[Newly built Drop-in Centre at Matsulu B for feeding, preschool, Church Services.]

L

Vorschulkinder sitzen auf alten Reifen.
[Preschool children sit on old tyres.]

M

Ein Junge sorgt für seinen kleineren Bruder.
[A boy cares for his younger brother.]

N

Für das Zentrum in Matsulu B finanzierte „Bild hilft – Ein Herz für Kinder“ (Hamburg) mit 7000 Euro die Wasserversorgung inkl. Bohrung, elektrischer Wasserpumpe und Wassertank.
[The German donor „Bild hilft – Ein Herz für Kinder“ sponsored the project at Matsulu B with 70000 Rand financing drilling for water, the electrical pump and the tank.]

O

Ein Mitarbeiter zeigt stolz vor dem Wassertank das Emblem von „Ein Herz für Kinder“. Die Schulkinder freuen sich über sauberes Trinkwasser.
[One of the workers shows the emblem of „Ein Herz für Kinder“ and the school children are happy to have clean water for drinking.]

P

Stellvertretend für alle Kinder sagt dieses Mädchen: „Ich danke allen Spendern des Aidshilfe Förderkreises in Heiligenrode, dass sie uns nicht vergessen, so dass wir mit Hoffnung leben können.“
[For all children this girl expresses their gratitude: „I like to thank all donors of the Aids Care Group at Heiligenrode (Germany) because they do not forget us so that we can live with hope.“.]

Leben teilen — Segen weitergeben

Hanna Steffens und Ilona Meyer berichten von ihrem Besuch bei den Aidshilfe-Projekten in Südafrika und Swasiland im April 2008

Auf dieser Reise standen Aidswaisenkinder und arme Kinder sowie die Hilfsprojekte und deren Mitarbeiter im Vordergrund. In Afrika sind fast immer Kinder die Opfer. Ich habe neu gelernt, Kinder mit den Augen der Liebe Jesu Christi zu sehen. Er hat sie geachtet, geliebt und gesegnet und ihnen seine Wärme und Nähe gegeben.

Orphans

Waisenkinder.
[Orphans.]

Jesus Christus als Vorbild und Segen

Jesus sagte zu seinen Jüngern (Markus 10,14+16):

Lasst die Kinder zu mir kommen und hindert sie nicht. Denn ihnen gehört das Reich Gottes. Und er herzte sie, legte die Hände auf sie und segnete sie.

Hanna Steffens with orphans

Hanna Steffens mit Waisenkindern.
[Hanna Steffens with orphans.]

Bei unseren Besuchen streckten sich uns viele kleine Hände entgegen. Mit großen offenen Augen sahen sie uns an. Einzelne setzten sich voller Vertrauen auf unseren Schoß, obwohl wir ihnen doch ganz fremd waren.

Das ist das Besondere an diesen afrikanischen Kindern ohne Eltern: sie sind offen und echt und staunen über die kleinen Wunder des Alltags und begegnen uns Fremden mit „kindlichem“ Vertrauen.

Wall hanging

Wandbehang.
[Wall hanging showing Jesus and children with five loafs and two fish and a Bible.]

Ilona und ich haben für die Kindertagesstätte in Langeloop (Provinz Mpumalanga, Südafrika) zur Einweihung einen Wandbehang gefertigt: Jesus steht in der Mitte und hält die Kinder an seiner Hand. Andere Kinder kommen von außen in diesen Kreis. Auf der grünen Wiese liegen fünf Brote und zwei Fische und eine Bibel als Symbole für die Speisung mit dem Allernötigsten. Jesus kann aus dem Wenigen, das wir für die Kinder bringen und mit ihnen teilen, viel machen. Durch sein Wort ist er für sie das Brot des Lebens.

Situation der Waisenkinder und Erste Hilfe

In Südafrika leben ca. 1,5 Millionen Waisenkinder, die Tendenz ist stark steigend. Die Regierungsprogramme kommen nicht nach. Die HIV-Rate liegt bei schwangeren Frauen in manchen Regionen bei 38,9%. In Afrika südlich der Sahara wird sie 2010 nach Schätzungen bei 50 Mio. liegen.

In Südafrika gibt es viele sog. „schwarze Diamanten“, das sind „steinreiche“ Afrikaner. Die Kluft zwischen Reichen und Armen ist nach 1994 ständig größer geworden. Die Arbeitslosenrate liegt in stadtfernen Landgebieten bei 50% bis 60%. Durch die steigenden Ölpreise werden alle Preise sehr angehoben. Der Kurs des Rand zum Euro steigt und spiegelt die zunehmende Inflation wider. Viele Menschen leiden Mangel, besonders die Kinder in Kinderhaushalten hungern, in denen ein halbwüchsiges Mädchen (14-17 Jahre) oder ein 16-jähriger Junge den Haushalt für die 3-5 jüngeren Geschwister führt, selber aber den Schulbesuch abbrechen musste, um irgendwo etwas zu verdienen. Ohne Hilfe von außen können diese Kinder sich selbst nicht ernähren, weil sie auch keine Erfahrung in Gartenbau oder Feldarbeit haben.

Mahlabaneni Development Project

Mahlabaneni Entwicklungsprojekt (Swasiland) und Ilona Meyer mit Waisenkindern.
[Mahlabaneni Development Project (Swasiland).]

Bei dem von unserem Förderkreis zusammen mit dem Eine-Welt-Laden in Loccum initiierten Mahlabaneni Entwicklungsprojekt bei Big Bend in Swasiland versorgt unsere treue Partnerin, Frau Busi Vilakazi, annähernd 200 Kinder mit Speisungen, die wir fortlaufend finanzieren, weil es dafür bislang noch keine Regierungsprogramme gab.

Feeding of children

180 Kinder erhalten an vier Tagen eine warme Mahlzeit, 35 Vorschulkinder werden hier unterrichtet und bekommen zweimal täglich zu essen.
[180 children are fed four times a week, 35 Preschool kids twice a day.]

Durch die anhaltende Trockenheit wächst in diesen niedrig gelegenen Gebieten (lowveld) seit Jahren keine Frucht mehr. Nur mit Hilfe einer von Bild hilft „Ein Herz für Kinder“ gespendeten Wasserversorgung kann Busi V. ein Gemüsefeld bewässern. Einzäunung, Saatgut, und Leih-Trecker zum Pflügen haben wir übernommen. Ohne ihren selbstlosen Einsatz mit drei Köchinnen und zwei Vorschullehrern sowie einem Nähprojekt freiwilliger Frauen wären vermutlich viele Kinder schon gestorben.

Busi Vilakazi with school uniform

Busi Vilakazi, die Projektleiterin, zeigt eine Schuluniform, von den Frauen genäht.
[The project coordinator presents a school uniform made by women.]

Polygame Tradition und ungeschützte Verbreitung von HIV

Es ist eine uralte Sitte in Afrika, dass Männer polygam lebten. Früher hatten sie legal mehrere Frauen, für die sie rechtmäßig sorgten. Bis heute ist es weit verbreitet, dass vor der Heirat auch in einer monogamen Ehe der Bewerber einen Brautpreis an die Familie seiner künftigen Frau zahlt. Früher war das die soziale Absicherung der Eltern, heute ist es die Anerkennung des sozialen Status der Frau.

Seit dem Ende der Apartheid und der Einführung der Demokratie für alle herrscht bei vielen ein Bewusstsein der „großen Freiheit“. Das macht sich u.a. auch bei Lehrern bemerkbar, und die Schüler machen es ihnen nach. Die sexuelle Freiheit bei den Heranwachsenden und die mit der alten polygamen Tradition gekoppelten Vorrechte des Mannes gegenüber einer Frau wirken zusammen, so dass es keine kulturellen oder ethischen Barrieren gegen die HIV Infektion beim Geschlechtsverkehr gibt. Weil viele Männer in den besten Jahren und mit gutem Verdienst (sugar daddies) fürchten, sich bei gleichaltrigen Frauen anzustecken, gebrauchen sie Kinder und Jugendliche in der Hoffnung, dass diese noch nicht HIV infiziert sind. Sie verführen manchmal bewusst junge Mädchen schon zur Prostitution, indem sie mit einem 50 Rand-Schein winken und dann eine Gegenleistung erwarten und meistens auch bekommen, weil eine Frau zu einem erwachsenen Mann nicht Nein sagt. Leider ist das oft auch mit nackter Gewalt verbunden. Waisenkinder, noch dazu schutzlos in brüchigen Häusern in Kinderhaushalten lebend, sind dadurch besonders gefährdet.

Girls with traumatic experiences

Zwei Mädchen mit traumatischen Erfahrungen.
[Girls with traumatic experiences.]

Bei diesen Kindern aus einem Haushalt mit drei Kindern (13, 11 u. 8 Jahre) wurde nachts eingebrochen. Es war für die Einbrecher nicht schwer, in das total brüchige Haus einzubrechen. Auch das Dach war schon halb eingebrochen. Die Männer wollten das älteste Mädchen missbrauchen. Alle Kinder schrieen laut auf. Zum Glück hörten das die Nachbarn und eilten mitten in der Nacht herbei. Darauf flohen die Eindringlinge. Die Kinder blieben allein zurück, natürlich total verängstigt, und kamen am folgenden Tag nicht wie gewohnt zum Mittagessen.

Frau Beauty Masilela (s.u.) machte sich auf den Weg, um nach ihnen zu sehen, und erfuhr die ganze Geschichte. Sie hat dann die drei Kinder sofort in das leerstehende Pfarrhaus zum Schlafen aufgenommen und uns gebeten, dass wir finanziell helfen. Mit unserer Hilfe konnte sie schon sechs Wolldecken und sechs Matratzen und Bettwäsche kaufen.

So brauchen diese „verwundbaren“ Kinder (vulnerable children) Menschen, die sich in der Liebe Christi um sie kümmern, ihnen zu essen geben und sie unter ihren Schutz stellen, soweit das möglich ist.

Feeding at Langeloop

Speisungen in Langeloop (Provinz Mpumalanga, Südafrika) mit kleinem Wächterhaus.
[Feeding at Langeloop (Barberton Parish, Mpumalanga, South Africa), small watchman house in the back.]

Speisungen in Langeloop/Barberton Parish — ein Liebeswerk der Frauen

Zwei Frauen in Langeloop haben an Neujahr 2005 begonnen, in dem Hof eines Privatgrundstücks 68 Kinder zu speisen. Die Hausbesitzerin hat an jedem Wochenende auf ihrem Herd auf eigene Kosten für sie gekocht, denn am schulfreien Samstag bekommen Grundschulkinder keine Schulspeisung. Die Frauen haben über Pfähle eine Plane gespannt, um einen schattigen Platz für die Kinder zu haben. Sie haben Geschirr dazugekauft und brauchten bald Geld für Maismehl und etwas Fleisch.
Feeding at Langeloop 2

Kinder essen Maisbrei mit einem Stückchen Wurst.
[Children eat maize porridge with a small piece of sausage.]

Aber auf Dauer reichte der kleine Hof nicht mehr aus. So wurde der Häuptling um ein größeres Stück Land gebeten. Dort konnte ab Sommer 2006 mit vielen kleinen und größeren Spenden aus unserem Förderkreis eine geräumige Halle als Kindertagesstätte gebaut und am 6.4.08 durch Bischof Biyela (Ev. luth. Kirche ELCSA Ost-Diözese) eingeweiht werden.

Im hinteren Teil der Halle sind zwei Ruhezimmer für kleinere Jungen und Mädchen, ein Abstellraum und ein Büro. Draußen auf dem Grundstück sind eine Küche, ein Wassertank, ein WC und ein Wächterhaus gebaut.

Drop-in centre at Langeloop

Kindertagesstätte, Küche und Wassertank in Langeloop.
[Drop-in centre with kitchen and water tank at Langeloop.]

Auf unseren Antrag hin hat Bild hilft „Ein Herz für Kinder“ auch hier für die Wasserbohrung und Installation einer elektrischen Pumpe und Rohrleitungen gespendet. Ein großer Segen für die Kinder und den Garten!

Einweihung der Kindertagesstätte in Langeloop

Dedication of the hall

Beginn der Einweihung mit Prozession um die Halle.
[Dedication of the hall by procession with the bishop.]

Da die Kindertagesstätte (Drop-in Centre) sonntags auch als Gottesdienstraum genutzt werden soll, wird sie mit einem festlichen Gottesdienst eingeweiht. Dazu zieht der Bischof zuerst mit der Gemeinde und allen Pastoren um das Gebäude herum, klopft mit seinem Bischofsstab an die Türen und enthüllt die Gedenktafel, die neben der Losung aus Johannes 14,19 auch den Hinweis auf den Sponsor, unseren Aidshilfe Förderkreis, enthält: die „Aids Care Group Heiligenrode“.

Bishop unveils the commemorating plaque

Bischof enthüllt die Gedenktafel.
[Bishop unveils the commemorating plaque.]

Nach dem Abendmahl werden die Kinder gesegnet — auch wir segnen.

Blessing the children

Ilona Meyer und Pastorin C.Pereira (in Rot) segnen die Kinder.
[Ilona Meyer and Rev. C. Pereira bless the children.]

Dann hängen wir 15 Helferinnen, die schon viele Jahre ehrenamtlich arbeiten, die von uns mitgebrachten Silberkreuze (Diakoniekreuze) um. Damit möchten wir ihnen eine Anerkennung und eine Motivation für ihren weiteren Dienst geben.

Silver crosses are given to the voluntary helpers

Ilona Meyer und Hanna Steffens hängen den Helferinnen Diakoniekreuze um.
[Silver Crosses are hung around the necks of the voluntary helpers.]

Bischof Biyela hat für sie gebetet und sie für ihren Dienst an den Kranken und Waisenkindern gesegnet — ganz im Sinne des Wortes Jesu (Matthäus 18,5):

Wer ein Kind aufnimmt in meinem Namen, der nimmt mich auf.

Orphans waiting

Zwei Waisenkinder warten.
[Two orphans waiting.]

Nach dem Ende des Gottesdienstes sprach ich Eltern und Kinder besonders an mit der Frage: Wer sind heute hier die wichtigsten Personen? — Ihr seid es, ihr Kinder. Jedes von euch ist kostbar (precious), weil Jesus euch mit seiner Liebe anschaut. Er ist euer Freund. Er hört eure Gebete, gerade wenn ihr ihm eure Not klagt.

Für euch wurde diese Kindertagesstätte gebaut. Hier bekommt ihr zu essen. Hier gehen die Kleinen zur Vorschule. Hierher könnt ihr Größeren kommen, um eure Schulaufgaben zu machen.

Hier seid ihr alle zuhause, sicher und geborgen. Hier könnt ihr spielen (wir schenkten ihnen zwei große Bälle) und auch in der Bibel lesen und biblische Geschichten erzählt bekommen. (9 Bibeln wurden am nächsten Tag den Helferinnen übergeben, weitere sollen gekauft werden.)

Orphans during the dedication service

Waisenkinder im Gottesdienst.
[Orphans during the dedication service.]

Ein Tag in Schoemansdal

Ein besonderes Vorbild der Liebe zu den Kindern erlebten wir in der Gemeinde Schoemansdal (Provinz Mpumalanga, Südafrika). Dort arbeitet Frau Beauty Masilela unermüdlich für die Kinder. Sie richtete eine Vorschule in der leerstehenden Garage eines unbewohnten Pfarrhauses ein und kocht täglich für 25 Waisen und 28 gefährdete Kinder und 10 Flüchtlingskinder aus Mozambique. Deren Mütter sind gestorben, den Aufenthalt des Vaters kennen sie nicht. Eine Geburtsurkunde besitzen sie nicht, auch keine Sterbeurkunde der Mutter. Wegen dieser fehlenden Dokumente können sie in Südafrika nicht registriert werden und auch keine Beihilfen beantragen. Aber da Südafrika die Charta der UN für Kinderrechte angenommen hat, kann Beauty M. durch die Vermittlung des Häuptlings und der Polizei vielleicht doch erreichen, dass sie einen Personalausweis (ID Card) bekommen. (Das erfuhr ich nach meiner Abreise von Mpumalanga im Sozialministerium der Limpopo Provinz und teilte es ihr mit.)

Cook dishes out the meal

Köchin teilt das Essen aus.
[Cook dishes out the meal.]

Wir haben schon einen Elektroherd, Kühlschrank und einen Regenwassertank finanziert sowie die gründliche Renovierung des Hauses. Wir kommen auch für die Verpflegung und für die Schuluniformen auf. Beauty Masilela näht selbst Taschen mit afrikanischen Mustern zum Verkauf und Schulkleidung für ihre Vorschulkinder.

Beauty Masilela with her grand-daughter

Beauty Masilela mit ihrer Enkeltochter.
[Beauty Masilela with her grand-daughter.]

Gottlob ist Beauty Masilela ein Mensch der Barmherzigkeit, die voller Hingabe den Kindern unentgeltlich dient: vormittags Vorschulunterricht und mit der Köchin das Essen zubereiten und an 63 Kinder austeilen, nach 16 Uhr nähen und abends für die eigene Familie kochen,waschen.

Multiplikatorenseminar in Beuster / Venda

Unsere letzte Station war Beuster (Limpopo Provinz, Südafrika), meine „alte Heimat“, in die ich 1956 als Missionarin für Frauen-, Kinder- und Jugendarbeit gesandt wurde und dort 10 Jahre tätig war. Durch meine Arbeit habe ich unter den damaligen Kindern und Jugendlichen bis heute Freundinnen gewonnen, die mir in meiner gegenwärtigen Arbeit eine unschätzbare Hilfe geworden sind. Zum Willkommen sangen mir die älteren Frauen afrikanische Lieder vor, die ich vor 45 Jahren in einem Liederbuch mit dem do-re-mi-fa-so Notensystem und Handzeichnungen gesammelt und mit ihnen gesungen habe.

Collection of African chorusses

Ein von Hanna Steffens handgefertigtes Liederbuch.
[A collection of African chorusses in do-re-mi-fa-so.]

Eine von ihnen ist Reggy Farisani, Dezernentin für Vorschul- und Grundschulkinder im Erziehungsministerium in Polokwane/Pietersburg und Frau des derzeitigen Präsidenten des Parlaments der Limpopo Provinz, des Pastors Dr. Tshenu S. Farisani, der Direktor des Kirchenzentrums auf Beuster ist.

Mit Reggy war ich zu einer Caregivers’ Conference des Kirchenkreises Devhula/Lebowa der ELCSA eingeladen.

Care groups of ELCSA Devhula/Lebowa Circuit

Die Caregivers aus dem Kirchenkreis Venda beim Seminar in Beuster.
[24 ladies from care groups of ELCSA Devhula/Lebowa Circuit at Beuster.]

24 Frauen interessierten sich sehr für die Bedürfnisse der Waisen (Needs of Orphans) und überlegten, welche Antwort sie in den Gemeinden darauf geben könnten. Es wurde deutlich, dass die schon vorhandenen Care Groups noch eine Situations- und Bedarfsanalyse machen sollten, um gezielt Waisenkinder zu sammeln. Dazu hatte ich einen Fragebogen entworfen. Durch die biblische Grundlegung und deren ganzheitliche Anwendung waren sie hoch motiviert. Nach ihrer Meinung könnten leerstehende Gebäude renoviert, darin Kindertagesstätten eingerichtet und Beihilfen für die laufenden Kosten beim Sozialministerium beantragt werden. Voraussetzung für die Antragstellung sind eine über mehrere Jahre geprüfte ordnungsgemäße Buchführung und die Anerkennung als Non-Profit Organisation (NPO). Danach kann erst um staatliche und private Spenden geworben werden. Das bedeutet für uns, dass wir eine Impulsfinanzierung leisten müssen, weil die Kirchengemeinden im Normalfall neben der Eigenfinanzierung der hauptamtlichen Mitarbeiter diese zusätzlichen Gelder nicht allein aufbringen können.

Project coordinator and treasurer of Orphan and Child Care Committee

Frau Themba und Frau Mhlongo aus der Projektleitung in Langeloop.
[Project coordinator and treasurer of Orphan and Child Care Committee.]

Frau T. Themba, die Vorsitzende, und Frau Mhlongo, die Schatzmeisterin des Orphan and Child Care Committee in Langeloop sind leuchtende Vorbilder für diese Anforderungen. Aber ohne die innere Motivation durch die Liebe Jesu hätten auch sie nicht den Bau einer großen Halle, die Koordination und Motivation aller ehrenamtlichen Kräfte und die Finanzplanung und Buchführung durchhalten können. Das alles macht Frau Themba neben ihrer leitenden Tätigkeit als Krankenschwester.

Ein neues Projekt in Matsulu B

Rev. Caroline Pereira

Pastorin Caroline Pereira im Pfarrhaus, neben ihr Frau mit Gesangbuch.
[Rev. C. Pereira at home who hosted Ilona Meyer and Hanna Steffens for four nights.]

Seit über 40 Jahren bin ich mit der Pastorin Caroline Pereira durch die Kinderarbeit in Venda befreundet. Sie ist die leitende Pastorin für die Barberton Parish mit Sitz in Matsulu A (Ausdehnung über 100 km).

Sibitiwe Hanna Pereira

Sibitiwe Hanna Pereira, Initiatorin der Kinderbibelwoche.
[Sibitiwe starting the Kids‘ Week during school holidays in December and June.]

Dort haben die jugendlichen „History Makers“ unter Anleitung von Sibitiwe Hanna Pereira, die gerade ihr Examen (BA) in Psychologie gemacht hat, in den jeweiligen Winter- und Sommerferien eine Kinderbibelwoche mit 400 bzw. 300 Teilnehmern durchgeführt mit Einblick in die Probleme von Liebe und Sex, Schwangerschaft, Drogen, Vergewaltigung und HIV/AIDS.

In Matsulu B, einem Neubaugebiet für gekündigte Farmarbeiterfamilien, die auf den Farmen nur so lange Wohnrecht haben, wie sie dort auch arbeiten, wollen die Frauen und Mütter nun eine kleine Halle zur Speisung der Waisenkinder bauen.

History Makers Youth

Die Jugendlichen der „History Makers“ Gruppe im Vorbereitungsteam.
[The History Makers Youth in the preparatory team for the Kids‘ Day.]

Sibitiwe und die 18-25jährigen Jugendlichen werden dort in den Winterferien (Juli) von Haus zu Haus gehen und nach der Situation der Familien und nach Waisenkindern fragen. An einem Samstag wollen sie dann alle Kinder und Jugendlichen einladen und mit ihnen singend, spielend und betend deren Leben ganzheitlich in den Blick nehmen.

Die notwendige Kindertagesstätte in Matsulu B wird sich daraus entwickeln und unser nächstes Bauprojekt werden. Die Frauen sammeln dafür jeden Monat 50 Rand. Für Speisungen sorgen wir jetzt schon.

Dank

Wir sind allen von Herzen dankbar, die die empfangene Liebe in Wort und Tat mit den Kindern teilen und so den Segen Jesu Christi an die Waisen weitergeben, die darauf ebenso warten wie auf einen Teller Maisbrei.

A preschool girl having received her daily ration

Eine Vorschülerin empfängt das Essen.
[A preschool girl having received her daily ration.]

Wir danken Christus, dass er sich zuerst der Kleinen und Schwachen annimmt, und wollen darum beten, dass uns die Augen und Herzen auch für die Armut vieler Kinder in Deutschland geöffnet werden. Empfangenen Segen weitergeben und Leben teilen — dazu helfe uns Gott!

Eine freudige Überraschung für Hanna Steffens

Eine Idee zum Nachmachen

Ende Dezember 2007 brachte eine Freundin von Hanna Steffens ein gefülltes Sparschwein – Spenden für den Aidshilfe Förderkreis. Beim Öffnen kamen viele Scheine und Silbermünzen zutage. Wir zählten: Es waren zusammen 400 Euro!

Hanna Steffens fragte erstaunt, wie sie zu all den Spenden gekommen ist. Darauf antwortete die Freundin:

Ich habe das Sparschwein das ganze Jahr in dem Wartezimmer meines Therapieraumes aufgestellt. Ich erzählte den Frauen, die zur Gruppentherapie kamen, gelegentlich von der Hilfe für AIDS-Waisenkinder durch Eure Arbeit. Da haben sie gerne gespendet.

Hanna Steffens und ihre Freundin mit Sparschwein

Hanna Steffens und ihre Freundin freuen sich gemeinsam über die vielen Spenden.

Weitere Spenden sind herzlich willkommen:

Aidshilfe Förderkreis
Volksbank Syke
BIC: GENODEF1SHR
IBAN: DE42 2916 7624 1707 2107 00

Erste Erfolge des Nähprojektes mit HIV-positiven Frauen bei Kapstadt (Südafrika)

Sewing project in a township near Capetown (South Africa)

Hanna Steffens berichtet:

Im Januar 2005 war ich in dem HIV/AIDS-Zentrum „Themba Labantu“ (=“Hoffnung für die Menschen“) in Philippi bei Kapstadt (Südafrika). Dort konnte ich ein Nähprojekt mit einer Gruppe von Frauen anfangen. Das Geld für eine Nähmaschine war mir von einem Hauskreis in Deutschland mitgegeben worden.

Sewing project in Philippi (Capetown, South Africa)

Frauen machen die ersten Nähversuche und lernen in einem Nähprojekt in Philippi bei Kapstadt (Südafrika), Taschen zu produzieren und diese mit afrikanischen Motiven und Perlenstickerei zu verzieren.
[In 2005, Hanna Steffens started a sewing project in Philippi, a township near Capetown (South Africa). 10 Women have got a paid job sewing bags decorated with African patterns.]

10 Frauen haben sich darauf spezialisiert, nach meinen Mustern Taschen aus festem Jeansstoff herzustellen. Jede Tasche ist ein Unikat mit verschiedenen afrikanischen Mustern, mit Perlen in liebevoller Handarbeit verziert. Am Anfang war es mit dem Absatz sehr schwierig.

Nun hat der Förderverein Themba Labantu e.V. (München) Verbindung mit der Firma Abbott aufgenommen. Diese Firma hat nun schon zum zweiten Mal 5000 dieser Taschen bestellt und bezahlt. So konnten in Philippi Industrienähmaschinen angeschafft werden. Nun geht die Arbeit schneller voran. Zehn HIV-positive Frauen haben dadurch einen regelmässigen Verdienst und können sich und ihre Kinder ernähren.

Sewing project in Philippi (Capetown, South Africa)

Taschen hergestellt durch HIV-positive Frauen des HIV/AIDS-Zentrum „Themba Labantu“ bei Kapstadt (Südafrika).
[Bags created by HIV positive women from the HIV/AIDS centre „Themba Labantu“ near Capetown (South Africa). The bags can be bought at the centre and in Munich, Germany.]

Die Taschen können auch bestellt und gekauft werden zum Preis von 12,- EUR (Grösse: 30 x 40 cm, unterschiedliche Motive, z.B. Protea, Perlhuhn, Elefant). Bestellung bei:

Frau Margarete Doppler
Themba Labantu - Hoffnung für die Menschen e.V.
Ammergaustr. 15
81377 München

Tel:    +49 (0)89 7142802
Fax:    +49 (0)89 7193701
E-Mail: info@themba-labantu.de

Die Webseite des Förderverein Themba Labantu e.V. zeigt weitere Bilder der Taschen sowie weitere Produkte des HIV/AIDS-Zentrum „Themba Labantu“:

http://www.themba-labantu.de/produkte.htm