A short progress report from Mahlabaneni, Swaziland

Mrs. Busi Vilakazi reports from the Mahlabaneni Community Development Project in Swaziland

As the number of orphans and vulnerable children is growing day by day, the project manager, Mrs. Busi Vilakazi, has worked hard to ensure regular feeding (four times a week) of more than 300 children, and has started a Pre-School for 36 children. She received from us the funds for feeding, and for stipends of two Pre-School teachers and two cooks. The amounts for connecting electricity came from our sponsors, the sum for drilling water and installing an electrical water pump and the pipes was donated by Ein Herz für Kinder (the German donor Bild hilft, Hamburg).

Children patiently wait for their warm nutritous food

In front of the hall erected in March 2006 the children patiently wait for their warm nutritous food.
[Kinder warten geduldig auf ihre warme nahrhafte Mahlzeit.]

Mrs. Busi Vilakazi informs the people about the dangers of HIV/AIDS

The project manager Mrs. Busi Vilakazi informs the people about the dangers of HIV/AIDS.
[Die Projektleiterin Busi Vilakazi informiert die Gemeinde über die Gefahren von HIV/AIDS.]

A grandmother receives food for her five vulnerable grandchildren (orphans)

A grandmother receives food for her five vulnerable grandchildren (orphans).
[Durch das Projekt werden auch die armen Frauen, die ihre verwaisten Enkel aufnehmen, mit Lebensmitteln versorgt.]

A day of joy upbuilds the kids as much as regular feeding

A day of joy upbuilds the kids as much as regular feeding.
[Es wird nicht nur für regelmässige gute Ernährung gesorgt (bald auch mit Gemüse aus eigenem Anbau), sondern auch mit einem Freudentag.]

Two water tanks are supposed to be filled by water

Two water tanks are supposed to be filled by water drilled on the ground of the project.
[Zwei Wassertanks werden auf dem Gelände des Projektes errichtet. Die Tanks werden ummauert, damit kein Unbefugter Wasser stehlen kann.]

Mrs. Busi Vilakazi sends a word of thanks for the financial help:

The people here and the chief are very very grateful to you people in Germany, they appreciate every bit of work that has been and is being done here. We now have electricity. Halleluja! We can light the place at night now.

The money came at the right time when I was desperate for food for the children. Unfortunately, things are incredibly expensive here in our country, especially now that the drought is worse than any in twenty years time, this is the worst year ever, so your money has been a life-saver.

My dear friends at Aidshilfe Förderkreis, thank you so much for caring for the little destitute children, your work will only be rewarded by God himself, no one on earth can thank you enough. May the Lord bless you abundantly and keep you well always.

Einladung zur Jahresversammlung

Jahresversammlung des Aidshilfe-Förderkreises, am 25. April 2007

Der Aidshilfe-Förderkreis für das Südliche Afrika lädt alle Mitglieder und Interessierten zu seiner Jahresversammlung am Mittwoch, den 25. April, um 19.30 Uhr im Gemeindehaus Heiligenrode ein.

Die Zahl der Waisenkinder wächst von Tag zu Tag

Die Zahl der Waisenkinder wächst von Tag zu Tag. Neben einigen anderen Projekten soll für diese Kinder in Langeloop (Provinz Mpumalanga, Südafrika) eine Halle als Zentrum gebaut werden.
[The number of orphans is increasing rapidly in South Africa. In Langeloop (Barberton Parish) so far the orphans are fed outside.]

Wir möchten Sie teilhaben lassen an der Entwicklung unserer Arbeit, die sich aufgrund der zahlreichen Spenden positiv weiter entwickelt hat. Zugleich wollen wir Sie informieren über die heutige Situation, in der unsere PartnerInnen stehen, und neue Aufgaben aufzeigen. Wir freuen uns auf Ihr Kommen, Ihr Interesse an dieser lebensrettenden Aufgabe und sind offen für alle Fragen und Anregungen.

Zweiter Dank- und Informationsbrief

Rundbrief an die Spenderinnen und Spender der Aidsprojekte

Licht am Ende des Tunnels

Wir grüßen Sie zur Adventszeit mit einem Dank der Selbsthilfegruppen des „Sekhukhune Counselling and Care Centre“ in der Limpopo Provinz, Südafrika:

Am Anfang des letzten Jahres (2005) pflegten Mary und ich, Agnes, zu sagen: Wir können Licht am Ende des Tunnels sehen. Tatsächlich ist das Licht nicht mehr am Ende des Tunnels, es hat uns schon erreicht und hüllt uns alle ein.

Entwicklung eines Beratungszentrums

Mit der Hilfe, die unser Förderkreis von Ihnen erhielt, konnte die Selbsthilfegruppe in dem alten Pfarrhaus, ihrem Beratungszentrum, die Elektrizität installieren, renovieren und einen Backherd und eine Nähmaschine anschaffen. Inzwischen hat unsere Anschubfinanzierung und die unermüdliche ehrenamtliche Tatkraft der beiden pensionierten Krankenschwestern dazu geführt, daß dieses Projekt von der Regierung anerkannt ist, und nun auch 4 fest angestellte Mitarbeiter mit staatlicher Unterstützung bezahlt werden. Dadurch sind aus den 2 Selbsthilfegruppen (40 Personen), die im Februar 2005 zu einem Treffen und Gottesdienst anlässlich meines Besuches zusammenkamen, 13 kleinere Gruppen an ihren jeweiligen Wohnorten entstanden mit über 300 Mitgliedern. Im Zentrum wollen sie mit Back- und Nähprojekten zu ihrem eigenen Unterhalt beitragen. Agnes Mokgabudi schreibt in ihrem Bericht vom 31.08.2006:

Die Zahl der Mitglieder unserer Selbsthilfegruppen wächst ständig und dank der wunderbaren Arbeit Gottes sind sie bereit, sich testen zu lassen und sich der Gruppe anzuschließen. Ihr vorrangiges Ziel ist es, sich zu akzeptieren und den Streß abzubauen. Dann werden sie auch wieder fähig, für ihre Kinder zu arbeiten.

Speisung von Waisenkindern und verarmten Kindern, Limpopo Provinz, Südafrika

Speisung der Waisenkinder und verarmten Kinder im „Sekhukhune Counselling and Care Centre“ in der Limpopo Provinz, Südafrika.
[Orphans and vulnerable children at Sekhukhune Counselling and Care Centre queuing up for nourishing food.]

Sie brauchen weiter unsere persönliche und geistliche Begleitung. Dafür habe ich der Gruppe Materialien für biblische Anspiele und für die theologische und seelsorgerliche Aufarbeitung der Krankheit geschickt. Darum schreibt Agnes:

Wir strengen uns sehr an, und wir haben den Eindruck: obwohl die Krankheit auf ihrem Höhepunkt ist, gibt es einen Fortschritt (in der Bekämpfung), und dank Eurer Gebete wird Gott die hohe Zahl der Todesfälle unter der Jugend stoppen.

Vier Kindertagesstätten für Aidswaisen und verarmte Kinder

In der Barberton Parish an der Ostgrenze der Provinz Mpumalanga (Südafrika) sind seit meinem Besuch im Juni 2003 unter der Leitung der Pastorin Caroline Pereira für mehr als 200 Kinder vier Kindertagesstätten von engagierten Christinnen geschaffen worden, zwei davon in 2006. In Langeloop, einem weit entfernt liegenden Außenbezirk der Pfarrei, in dem es nur zwei getaufte luth. Christinnen gibt, haben diese beiden mit Hilfe zweier Frauen aus Schoemansdaal eine Speisung für 68 Waisenkinder eingerichtet. Wir haben kurz entschlossen dafür Mittel bereitgestellt. Nun fehlt ein fester Beitrag für die regelmäßige Speisung der Kinder und für eine Halle in Langeloop, in der sie vor Hitze, Wind und Regen Schutz finden und auf den christlichen Glauben vorbereitet werden können. So könnte hier eine erste kleine Gemeinde entstehen. Die Kosten für die Halle belaufen sich auf ca. 10.000,– Euro. Dafür haben wir bisher 1000,– Euro und den Erlös von 120 Türkränzen (je 10,– Euro) erhalten.

Speisung von Waisenschulkindern, Mpumalanga Provinz, Südafrika

In Langeloop (Barberton Parish, Provinz Mpumalanga, Südafrika) werden die Waisenschulkinder bis jetzt draußen gespeist. Viele von ihnen sind durch das Sterben der Eltern traumatisiert.
[In Langeloop (Barberton Parish) so far the orphans are fed outside. Many of them are traumatized by nursing their dying parents.]

Care Groups unterstützen die Aids-Selbsthilfegruppen

In Botlokwa im Norden Südafrikas fördern wir die „Care and Support Group“, deren Mitglieder die Aids-Selbsthilfegruppen betreuen und Projekte unterstützen. Durch meine Vermittlung war es möglich, daß sie von den Gaben des letzten Weltgebetstages 2006 mit Schwerpunkt Südafrika jetzt für ein größeres Nähprojekt Mittel bekommen haben.

In Vhulaudzi im Vendaland (Limpopo Provinz, Südafrika) hat sich gerade eine Care Group gebildet, die die Aidskranken zu Hause aufsucht. Diese Gruppe bekommt überhaupt noch keine staatlichen Mittel, darum brauchen ihre Mitglieder dringend unsere Hilfe. Wir haben ihrer Bitte um Unterstützung für Lebensmittelpakete und für einen Gasherd entsprochen, damit sie ein Selbsthilfe-Projekt beginnen können.

Schaffung eines Entwicklungszentrums

In Mahlabaneni bei Big Bend in Swaziland hat Frau Busi Vilakazi mit unserer und anderer Hilfe ihr Projekt der Speisung weiter ausbauen können. Sie möchte in der mit unseren Geldern gebauten und eingerichteten Halle vor allem Kurse zur Aidsbekämpfung und zur Berufsvorbereitung der arbeitslosen Jugendlichen anbieten. Daneben sind die Frauen schon mit einem Handarbeitsprojekt für den Swazi Kunstgewerbemarkt aktiv, zu dem die Kontakte hergestellt werden. Mit unseren Geldern konnte Stromanschluß und ein Zaun für das große Gemüsefeld angelegt werden.

Wir danken den vielen Spendern

Insgesamt hat der Förderkreis dank Ihrer Unterstützung von Januar bis November 2006 22.000,– Euro über das Kirchenkreisamt in Syke für die Projekte in Südafrika, Swaziland und Malawi weitergeleitet. In Malawi können davon 50 Waisen für 80,– Euro im Jahr zur „Secondary School“ gehen, für 600 Waisen braucht die Kirche Stipendien.

Grosse Freude über die vielen Spenden

Hanna Steffens drückt ihre große Freude über die vielen Spenden in afrikanischer Weise aus. Treue Freunde haben ein Jahr in der Sparbüchse 500,– Euro für die Waisenkinder gesammelt und an Hanna Steffens übergeben.
[Great joy expressed in an African manner by Hanna Steffens with a warbling pitched voice on receiving so much money for orphans.]

Wir sind allen Einzelspendern sehr dankbar, auch den vielen Ungenannten, die bei den drei Trauungen, die Wilhelm an verschiedenen Orten zu halten hatte, insgesamt 900,– Euro spendeten. Den Kirchengemeinden, besonders in Heiligenrode, in denen Hanna Vorträge bzw. Wilhelm Gottesdienste übernahmen, danken wir für ihre großzügige Bereitschaft, sich für die Aidshilfe-Förderprojekte einzusetzen. Nicht zuletzt danken wir besonders Pastor Kennerknecht für sein Verständnis und den Kranzbinderinnen und Pufferbäckern für Unterstützung beim Basar.

Ein ganz besonderer Dank gebührt der Spenderin aus Oldenburg, die aus Anlaß ihres 70. Geburtstages statt Geschenken eine Spende erbat für die Waisenkinder in Matsulu, Schoemansdaal, Jeppes Reef und Langeloop. Sie sollten an ihrer Geburtstagsfreude teilhaben und – für die meisten von ihnen zum ersten Mal – selbst Geburtstag mitfeiern. Sie schnitten eine Geburtstagstorte an, auf der der Name der Spenderin stand, und sangen „Happy Birthday Dear Helga“ und dankten ihr mit wunderschönen Fotos und einem Brief von der Birthday Party. Auch die Kinder des Sekhukhune Zentrums durften einen Ausflug in die schönen Gebiete Ost-Transvaals machen und sich an Gottes Schöpfung freuen.

Waisenkinder freuen sich über geschenkte Apfelsinen, Limpopo Provinz, Südafrika

Große Freude der Waisenkinder, als sie am Ende eines Ausfluges eine Menge Apfelsinen geschenkt bekommen.
[At the end of their outing the orphans of Sekhukhune are full of joy and are happy over bags of oranges.]

Sie, liebe SpenderInnen, erkennen daraus, daß das Ziel unserer Aidshilfe ganzheitlich ist. Wir möchten den Kranken und besonders den Kindern und Jugendlichen helfen, daß sie mit ihrer Krankheit wieder fröhlich und zuversichtlich leben können bzw. sich möglichst nicht weiter infizieren. Wir wollen sie in ihrer eigenen Absicht unterstützen, jetzt „positiv zu leben“, gerade wenn sie HIV positiv getestet sind. Wir wissen, daß dazu mehr gehört als nur eine finanzielle Hilfe. Sie brauchen Anerkennung, Ermutigung und Gebet, vor allem eine Sinngebung, die sie über ihr sehr armseliges Leben hinausführt in die Weite eines Lebens mit Gott, das ihnen hilft, den mühsamen Alltag mit Hoffnung und Ausdauer zu bestehen.

Unsere Strategie ist es, mit kleinen Mitteln eine Impulsfinanzierung für Projekte zu geben, die sie wollen und unter den bestehenden Beschränkungen auch wirklich durchführen können.

Wenn Sie oder Bekannte von Ihnen uns darin weiter unterstützen möchten, würden wir uns über eine einmalige oder regelmäßige Spende sehr freuen. Besonders hoffen wir für die Halle in Langeloop auf weitere Spenden.

Aidshilfe Förderkreis Heiligenrode
Kto. 170 7210 700
Volksbank Stuhr, BLZ 29167624

Mit herzlichem Dank und guten Wünschen für eine gesegnete Adventszeit!

Ihre Hanna Steffens

Eindrücke einer Reise nach Malawi im April 2006

Bericht vom Besuch der Ev. Luth. Kirche in Malawi

Mein Mann, Stefan Böhling und Wolfgang Pabst haben vom 17.–28.04.2006 die Ev. Luth. Kirche in Malawi (ELCM) besucht.

Teeplantagen, Mulantje-Bergmassiv/Malawi

Teeplantagen unter dem Mulantje-Bergmassiv, Malawi.
[Tea estates at the foot of the Mulantje Mountains, Malawi]

Wolfgang Pabst mit Kindern

Wolfgang Pabst zeichnet für wartende Kinder Bilder in den Sand.
[Wolfgang Pabst scribbles on the sand for kids waiting for the nourishing pap.]

Die Kirche hat mit ihrem Ev. luth. Entwicklungsdienst eine wunderbare Möglichkeit geschaffen, in besonders hart betroffenen Landstrichen den Menschen eine Notfallversorgung zu geben, sie aber zugleich auch in besser angepasste Anbaumethoden einzuführen. Dazu werden Clubs für die Bauern gegründet, neuerdings aber auch für Frauen, die Aidskranke pflegen und für eine gesunde Ernährung sorgen lernen.

Jugendliche des Anti-Aids-Clubs

Die Jugendlichen des Anti-Aids-Clubs in Beni bestellen Felder und versorgen die Waisen.
[Ev. Lutheran Youth of the Anti-Aids Club at Beni till and water the soil, plant and harvest, and care for the orphans.]

In einem Dorf waren es die jugendlichen Mitglieder, die sowohl im Kirchenchor engagiert waren als auch grosse Flächen mit Süßkartoffel und Kassava-Wurzel sowie mit Mais bestellt hatten. Weil aber Wasser immer ein Problem ist, hatten sie einen Teich als Reservoir für Regenwasser angelegt, von dem sie das Wasser ca. 750 m weit zur Bewässerung der Felder herantrugen. Alle gehörten sie dem Anti-Aids Club an wie viele in anderen Jugendchören auch. Bei unserem Besuch sangen sie:

Lasst uns für die Waisenkinder sorgen! Wir wollen die Waisenkinder nicht vergessen!

Dazu führten sie ein Anspiel über die Aufbahrung eines gerade verstorbenen Jugendlichen vor, das mit dem Ausruf endete:

Wir wollen nicht mehr so viele Tote sehen.

Singend erläuterten sie Bilder, wie HIV/AIDS wirkt und wie man HIV durch ein abstinentes Leben vor der Ehe und durch Treue zu einem einzigen Partner in der Ehe vermeidet.

Jugendchor/Anti-Aids-Club der Nkhota-khota Gemeinde

Der Jugendchor/Anti-Aids-Club der Nkhota-khota Gemeinde trägt Lieder & Anspiele zur HIV/AIDS Problematik vor.
[A youth choir of Nkhota-khota Parish presents chorusses and dramas on HIV/AIDS.]

Das Leben in einem Dorf ist buchstäblich überschattet von Beerdigungen jüngerer Menschen zwischen 25 und 35, die aber meistens schon Eltern sind. In einem anderen Dorf berichtete der Häuptling: „Wir haben 500 Familien im Dorf und 500 Waisenkinder, davon gehen 200 noch nicht in die Schule.“ Wer versorgt sie?

Wer zahlt das Schulgeld für Waisenkinder?

Wer zahlt das Schulgeld für Waisenkinder, wenn sie auf die Höhere Schule (Secondary School, 9.–12. Schuljahr) gehen möchten? Das tut die Ev. luth. Kirche für Waisenkinder, die von den Kirchengemeinden vorgeschlagen werden – und zwar zahlt sie pro Familie für 1 Waisenkind und 1 Kind von kirchlichen Mitarbeitern, weil diese oft die ersten waren, die Waisenkinder in ihre Familie aufgenommen haben und viele ihren vollen Dienst in den schnell wachsenden Gemeinden ehrenamtlich tun.

Was motiviert Menschen dort, sich für Waisenkinder einzusetzen?

Oft hat sich die Zahl der Kinder pro Familie durch die Waisen verdoppelt. So haben z.B. die alten Eltern der leitenden Geschäftsführerin der Kirche 15 Waisen aufgenommen, die sie alle versorgen und wenn möglich zur Schule schicken möchten. Die Hauptgeschäftsführerin der ELCM, Frau Madinga, ist selbst so tief bewegt, dass sie jedes Mal, wenn sie zu den Eltern fährt, etwas Essen für diese Kinder mitbringt. „Manches Mal“, so erzählt sie, „hatte ich selber kein Geld mehr, aber eine Nachbarin, an deren Haus ich vorbeikam, hielt mich an und gab mir Bananen oder ein Huhn für Eltern und Kinder mit.“

Bitte der Kirche an uns

Im Jahr 1999 bat der Bischof meinen Mann und mich, wir möchten hier in Deutschland für die Waisenkinder um Spenden bitten und dabei auch die Mitarbeiterkinder nicht vergessen: „Ihr seid unsere Botschafter!“, sagte er. Mit Schulstipendien für 42 Waisen begann die Kirche ihre Hilfsaktion, im Jahr 2004 waren es 250 Waisen + 190 Mitarbeiterkinder (= 440 Kinder), im Jahr 2005 konnten 322 Waisen + 82 Mitarbeiterkinder (= 404 Kinder) gefördert werden. In diesem Jahr (2006) sind es 515 Waisen + 85 Mitarbeiterkinder (= 600 Kinder), die gefördert werden können. Für ein Waisenkind werden 80,– EUR pro Jahr benötigt.

Was tut die Kirche in Malawi für die Waisenkinder?

Der Stipendienbeauftragte der ELCM, Maurice Kanthiti, schreibt zu der über die Finanzen hinausgehenden Begleitung der Stipendiaten folgendes: „Ein besonderer Tag ist in den Gemeinden festgesetzt, an dem die Waisenkinder in ihren Häusern besucht werden; da betet man auch mit ihnen. In allen Gemeinden hat jeder mit Waisenkindern zu tun und kümmert sich um sie. Aber die Lage wird von Tag zu Tag unerträglicher. Denn jeden Tag steigt die Zahl der Waisen.“ Zur Zeit sind es < 1 Million Waisen, dies entspricht etwa 10% der Bevölkerung Malawis.

Waisenkinder und Frauen, Bvumbwe/Malawi

Waisenkinder und die für sie kochenden Frauen vor der Kirche in Bvumbwe, Malawi.
[Orphans and women cooking for them in front of the church at Bvumbwe, Malawi.]

Die von der ELCM geförderten Schüler sind wesentlich motivierter als andere Schüler und z.T. auch unter den ersten fünf Besten eines Schulsemesters. Ein Schüler, den mein Mann traf, geht jeden Tag vom Haus seiner Grossmutter zu Fuss zur Schule 2 x 15 km hin und zurück, dazu muss er morgens um 4.30 Uhr aufstehen. Er kommt erst gegen 16 Uhr nach Hause und muss dann noch notwendige Haus- und Feldarbeiten machen. In den Stipendien ist kein Geld für Essen oder Schulbücher enthalten, das Geld deckt nur das Schulgeld, eventuell Prüfungsgebühren und die obligatorischen Schuluniformen.

Wie kann es weiter gehen?

47 Schüler konnten wir bisher fördern. Dazu haben auch Sie beigetragen – oder Sie werden es vielleicht in Zukunft tun. Für Ihre bisherige Unterstützung danken wir Ihnen sehr!

Sie können uns mit Ihrem tatkräftigen Engagement sowie durch Gebet und Weitergabe der Informationen in Ihrem Freundes- oder Gemeinde-Kreis tragen ebenso wie mit einer regelmässigen Spende, für die unsere Kirchengemeinde eine Spendenbescheinigung zum Jahresanfang ausstellt. Welche Form Sie wählen, bleibt Ihnen überlassen. Sie werden uns auf jede Weise damit den Rücken stärken und uns auch für künftige Anfragen ausrüsten! Dafür danken wir Ihnen!

Mit einem Satz aus dem jüngsten Brief von M. Kanthiti möchte ich schliessen:

Sie wissen, dass die HIV Pandemie (die allumfassende Epidemie) jetzt hier in Malawi noch schlimmer geworden ist. Darum bitten wir Sie sehr, dass Sie im Gebet an uns denken. Möge der gütige Gott Sie segnen und Ihnen die Kraft geben, ihm weiter so zu dienen.

Unser Leitungsteam und ich persönlich wünschen Ihnen ebenso Gottes freundliches Geleit und seinen Schutz und Segen auf all Ihren Wegen.

Mit herzlichen Grüssen, Ihre

Hanna Steffens

Wolfgang Pabst mit Kindern

Morgenstimmung am Lake Malawi.
[A rainy day dawns at Lake Malawi near Nkhota-khota.]

Eine Berufung für die Armen

Ein kurzes Lebensbild von Caroline Pereira

Ein kurzes Lebensbild von Caroline Pereira, einer Frau, deren Liebe den Armen und Notleidenden gehört

Seit mehr als 40 Jahren bin ich mit Caroline Elelwani Mugivhi befreundet. Als Jugendliche kam sie zu den grossen Jugendfreizeiten, die ich an verschiedenen Stellen im Vendaland, Nord Transvaal (heute Limpopo Province) veranstaltete.

Da erwachte in ihr der Wunsch, einen ähnlichen Beruf wie ich zu ergreifen, denn sie spürte, wie es das Leben der Menschen verändert, wenn sie von der Liebe Gottes hören und davon erfasst werden.

Damals war es noch nicht möglich, dass afrikanische junge Frauen als Pastorinnen ausgebildet wurden, aber der Wunsch blieb immer in ihr wach, auch als sie zunächst nach dem Matric eine Lehrerinnenausbildung machte, um schnell etwas zu verdienen. Sie sollte mithelfen, dass auch die jüngeren Geschwister eine Ausbildung bekommen.

Caroline empfand während ihrer eigenen Ausbildung, dass ihr Herzenswunsch sich zu einer inneren Berufung verdichtete. Schliesslich sprach sie mit ihrem Bischof darüber. Er empfahl ihr ein Theologiestudium in Umpumulo, Natal. Dort war eine ev.-lutherische Theologische Hochschule. Aber ihre Familie war dagegen. Caroline blieb still. Sie wollte sehen, wie Gott sein Versprechen einlöst, dass er die Berufung bestätigte. Die Familie beriet lange, ob sie wirklich diesen Weg gehen dürfe, ohne einen Beitrag für die jüngeren Geschwister zu leisten. Schliesslich bat der Vater die Mutter, sie möge sich auch dazu äussern. Sie hatte bis dahin noch nichts gesagt.

Nach dem Bericht von Gesche Keding in Mitteilen Nr. 4 / 2005 S.IV erzählte Caroline ihr, worin sie ihre Berufung bestätigt sah: Die Mutter sagte:

Wenn ich noch so jung wäre wie Caroline, würde ich selbst nach Umpumulo gehen, um mehr über das Wort Gottes zu hören.

Daraufhin sagte der Vater:

Ja – sie ist nicht meine Tochter, sie ist Kind Gottes. Ich gebe sie frei zu tun, was ihr Vater im Himmel will.

An dem Tag hat Caroline zu Gott gesagt, dass er ihr nie mehr ihre Berufung beweisen müsse. 1977 ging sie nach Umpumulo.

Bei ihrer Ordination vor 24 Jahren war ich mit dabei und sprach ein Grusswort für sie in der vollen Kirche. Sie ist eine der ersten Pastorinnen in der ELCSA (Ev.Luth. Kirche im Südlichen Afrika). Später hat sie Pastor Richard Pereira geheiratet und wurde von Venda nach Mpumalanga an die Grenze nach Swasiland versetzt. Sie leitet heute mehrere Gemeinden in der weitverzweigten Barberton Parish.

Waisenkinder in einer Kindertagesstätte, Südafrika

Pastorin Caroline Pereira und ich knien auf der Matte einer alten Frau, um sie zu begrüßen.
[Rev. Caroline Pereira and Hanna Steffens share the mat with an old lady greeting her.]

Der folgende Brief von ihr mag als eindrückliches Beispiel dafür stehen, wie die Gaben der Spender des Förderkreises in einem konkreten Fall vielseitig und sorgsam eingesetzt werden.

Ein Dankesbrief

Letter of Rev. Caroline E. Pereira, Barberton Parish, March 2006

She reports about the situation in the parish, thanking for the financial help for different projects through the Aidshilfe-Förderkreis (Care Group) Heiligenrode.

My dear Hanna,

Allow me to greet you with the words from Isaiah 9,2 which says:

The people waiting in darkness have seen a great light, on those living in the land of shadow of death a light has dawned.

I thank God who has sent you to Africa 50 years ago. You have proclaimed the Good News which liberates us from sin. I thank God that I am one of those who were touched by the loving hand of God through your ministry.

I am also thankful to God that He is sending me to His children young and old. I hear Him sending me to the poor of the poorest, to the neglected and unloved in our society.

I thank God that you are supporting me to reach as many needy people as possible. My ministry in Barberton Parish is a blessing because of your prayers and support. Indeed “Lufuno lwa Mudzimu ndi luhulu, ndi luhulu kha nne.” (the love of God is great to me).

I am happy you have received the photos of the orphans and needy children from Zone leader Mr. Moses Nkosi. The Zone leader’s family is taking care of those children since they stay without parents. The Zone leader together with the pastor take care by home visitation. They encourage these children to join church activities. If they have problems with school fees, food in their family or money to join youth conference, even for school uniforms, they reported to the one leader and his wife. Then the Zone leader reported to the congregation and pastor. All those children are receiving help from your donations every time you send us money.

There are so many children who are without parents, we fail to help them all. At the beginning of this year we tried to ask our diocese for bursaries for them but till now there is no response. But the children need school fees, uniforms and some text books.

We focus on fighting the scourge of HIV/AIDS. We have discovered that so many people who are affected and infected have no food, no proper diet, as a result their immune system is affected.

I think we need to support those who want to start some income generating project so that they continue helping themselves and others since the need is too much.

Thank you for R 4500.— we received from you I ask you permission to divide it in this way:

  • R 790.— for Matsulu Creche (Day Care Centre)
  • R 1000.— to the orphans (Zone leader Mr. Nkosi)
  • R 1000.— Low’s Creek farm women for food parcel and their children’s schooling
  • R 1000.— Mpumalanga Home Based Care
  • R 710.— income generating project, sewing project

Thank you for praying for us during Women’s World Day of Prayer. Poverty, HIV/AIDS, child headed family, single mothers who cannot support their family, and education of the vulnerable children is a problem.

Hanna, thank you once more for your support. I am now going to Barberton from where we received the message of the death of a congregational leader.

Greet your family and all brothers and sisters who have opened their hearts to support us.

We love you!!

Caroline

Die neue Sippe Christi

Eine Gemeinschaft durch Christus

Als ich heute am Karfreitag im Johannesevangelium die Geschichte von Jesus am Kreuz las, da bewegte es mich, dass Jesus mitten in seinem eigenen Leiden und seinen eigenen qualvollen Schmerzen an die Zukunft seiner Mutter dachte. Maria lebte als Witwe, und nun fühlte sie den stechenden Schmerz im Herzen, den Tod ihres Sohnes hilflos mit ansehen zu müssen. Jesus sagte ganz schlicht zu Johannes, der mit Maria unter dem Kreuz ausharrte: „Siehe, das ist deine Mutter!“ Damit bekam sein Jünger, der die Liebe Jesu zu den Menschen am besten verstand, den Auftrag: Sorge für meine Mutter, für Leib und Seele.

Und zu seiner Mutter sagte er: „Frau, siehe, das ist dein Sohn!“ Dadurch war Maria nicht mehr der Einsamkeit und Armut des Witwensrandes ausgesetzt Zugleich bekam sie als Frau und Mutter eine neue Aufgabe: Nimm an meiner Stelle diesen, der um mich trauert, als deinen Sohn an.

So entsteht unter dem Kreuz Jesu eine neue Gemeinschaft, die Jesus in seiner Todesstunde gestiftet hat. Es ist eine Verbindung nicht durch Blutsbande sondern durch Liebesbande in der Verbindung zu Christus. In Afrika sagten mir die Christen: „Wir gehören zur Sippe Christi.“

Dies ist eine neue Verwandtschaft durch Christus, zu der auch ich gehörte, als ich 1956 mit 26 Jahren zu ihnen kam und als single missionary unter ihnen lebte. Sie redeten mich mit Schwester an. Heute sagen sie Vhomme = Mutter, und auch meine Söhne Kholofelo = Hoffnung und Tebogo = Dank gehören mit dazu und haben in Südafrika ein Zuhause. Meinen Mann nennen sie Mukhwasha = Schwiegersohn und trillerten, wenn er in einer Frauengruppe auftauchte – so wie das die Frauen tun, wenn auf einer Hochzeit der Bräutigam auftaucht.

Und auch Ihr, die Ihr diese Zeilen lest, gehört als solche, die zum Leib Christi durch die Taufe gehören, mit zu dieser großen Gemeinschaft, die Christus in seiner Todesstunde gestiftet hat. Das ist ein unverdientes Geschenk. Ich sehe darin auch zugleich eine Verpflichtung.

Viele meiner Freunde in Afrika nehmen diesen Auftrag Christi an: “Frau, siehe, das ist dein Sohn.“ Sie sind selbst vielfach Witwen oder Großmütter, aber sie sehen mit den Augen der Liebe Jesu Christi die Not der Aidswaisen, die hungernden und missbrauchten Kinder und die Aidskranken, derer man sich in der eigenen Familie schämt. Auch da ist an vielen Stellen mitten im großen Leiden durch den Auftrag Jesu eine neue Gemeinschaft entstanden. Kranke werden liebevoll versorgt.

So möchte ich einmal auf diesem Wege den Frauen von Jeppes Reef dicht an der Grenze zu Swaziland danke sagen für ihren Dienst. Sie haben mich 2003 mitgenommen in die Hütten und kleinen Häuser, wo sie die Leidenden aufopfernd bis zu ihrem Tod gepflegt haben. Sie haben auch immer den Leidenden auf ihrem dünnen Matratzenlager ein Hoffnungslied gesungen und durch ein Gebet deutlich gemacht, dass der barmherzige Christus nahe ist. Da ist eine neue Gemeinschaft entstanden, und Menschen konnten in Frieden sterben.

Ich möchte den Frauen im Barberton Parish (Mpumalanga Provinz) danken, dass sie eine neue Home Based Care Group in Schoemansdal angefangen haben. Danke im Namen Jesu, Mrs. Thembi Themba und Mrs. Beauty Masilela. Danke Mrs. Sheila Mhlongo und Mrs. Matebula, dass ihr dort mit Helferinnen eine neue Kindertagesstätte mit dem Namen „Light of Matsamo“ angefangen habt.

Waisenkinder in einer Kindertagesstätte, Südafrika

Die Kinder erfahren in der Kindertagesstätte Schutz und Geborgenheit.
[In the Day Care Centre at Matsulu children experience shelter and safety.]

Danke auch Christoph Beeh, der als Zivildienstleistender und Volunteer von Osterholz-Scharmbeck für ein Jahr ganz mit in eure Familie aufgenommen wurde und euch überall in eurer diakonischen Arbeit bei Kranken und kleinen Kindern unterstützt. Er fühlt sich ganz bei euch zu Hause, hat uns ausführlich in einem Brief von seiner neuen „Mama“ und seiner „Verwandtschaft“ dort berichtet. Sein Geburtstag wurde wie von einem der Söhne des Hauses Mhlongo gefeiert.

Danke Mrs. Lydia Nkosi und Phyllis Nkosi und allen Frauen in Matsulu, Barberton Parish, die in gleicher Weise eine Kindertagesstätte für die verarmten Kinder und Waisen angefangen haben. Danke den Zoneleaders (KV-Mitglieder) in dieser Gemeinde. Ihr habt schon seit langem in eurem jeweiligen Bezirk ein offenes Ohr, eine helfende Hand und ein Haus für die Waisenkinder, die allein ohne Eltern leben. Ihr stiftet eine helfende Gemeinschaft.

Waisenkinder in einer Kindertagesstätte, Südafrika

Danke, dass Ihr alle euch inspirieren lasst zu diesem Dienst der Liebe von eurer Pastorin Caroline Pereira. Sie lebt die neue Gemeinschaft mit den Armen und Entrechteten und ist sehr sensibel für die Not der Hungernden und Verlassenen. Sie feiert diese Gemeinschaft der „Sippe Christi“ in vielen Gottesdiensten für Alte und Junge, für Fröhliche und Traurige, für Gesunde und Kranke. Alle gehören dazu. Stellvertretend für die Kranken oder auch Verstorbenen haben die Jugendlichen in der Kirche Kerzen angezündet, für die Kranken werden einzeln Gebete gesprochen.

So findet Jesu Auftrag an seine Mutter und an seinen Jünger Johannes in seiner Todesstunde in vielfacher Weise neue Gestalt. Wir freuen uns, wenn wir durch unsere übersandten Gaben mithelfen können, dass diese diakonische Gemeinschaft gelingt und die zwei Kindertagesstätten aufgebaut werden konnten.

Eine Studienreise nach Swaziland und Malawi

Mitglieder des Förderkreises sammeln Eindrücke im südlichen Afrika

Anlass für die Fahrt nach Swaziland ist eine Studienreise, die der Heiligenroder Gastpastor Zwanini Shabalala mit einer kleinen Gruppe schon zum zweiten Mal in sein Heimatland durchführt. Schon beim ersten Mal im Jahr 2005 nahmen zwei Gemeindeglieder aus Heiligenrode an dieser 14-tägigen Studienfahrt teil. Sie kamen mit vielen lebendigen Eindrücken zurück. Daraufhin hatte Dorit Seevers, eine der beiden Reisenden und langjähriges KV-Mitglied der Kirchengemeinde Heiligenrode, massgeblich mitgeholfen bei der Gründung des Aidshilfe-Förderkreises im Oktober 2005.

In diesem Jahr ist Wilhelm Steffens vom 1.-17. April mit in Swaziland. Pastor Shabalala hat ein reichhaltiges Programm dort vorbereitet, das Einblicke gibt in das Leben der Frauen, in ihre soziale, politische und gesellschaftliche Stellung. Es finden Begegnungen mit der Kirchenleitung und lutherischen Gemeinden statt. Die Gruppe wird auch aufgenommen in afrikanischen Familien. So lernen sie das einfache Leben auf dem Dorf kennen, wo die Frauen auf dem Kopf das Wasser für den Hausverbrauch täglich anschleppen.

Wilhelm wurde gebeten, die Karfreitagspredigt in Manzini zu halten. Er spricht in englisch, Z. Shabalala übersetzt in Siswati. Wilhelm stellt der Gemeinde eine HIV/Aids kranke Frau vor Augen, die es wagt, den Gottesdienst zu besuchen. Sie bringt ihre ganzen seelischen Lasten mit, körperliche Leiden und die bedrängende Frage, ob Gott sie auch verlassen hat, da sie bei den Menschen keine Annahme und Nähe spürt, vielmehr Ausgrenzung und unter bitterer Armut leidet. Sie hört durch den Prediger die Worte Jesu am Kreuz:

Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?

und die Zusage an den Mitgekreuzigten:

Heute noch wirst du mit mir im Paradiese sein.

Das bewegt sie sehr. Das tröstet sie und lässt sie hoffen auf ein neues Leben.

Wilhelm Steffens ist es besonders wichtig, über die immer noch wachsende Aidspandemie informiert zu werden und wie die Kirchen, die Regierung und die verschiedenen Nichtregierungsorganisation dieser grossen Herausforderung begegnen, auch der Kampf gegen Armut, weil Armut und Abhängigkeit krank machen.

Auch die vom Aidshilfe-Förderkreis unterstützten Projekte in Mbekelweni (Schüler helfen mittellosen Waisenkindern) und in Mahlabaneni werden von der Gruppe besucht. Wir sind gespannt, zu erfahren, wie die neugebaute Halle dort aussieht, die mit unseren Spendengeldern errichtet werden konnte. Dort sollen die Waisenkinder gespeist werden und verwahrloste Jugendliche lernen können, wie sie selber Verantwortung für ihr Leben übernehmen können.

Kinderspeisung in Swaziland

Kinderspeisung in Swaziland.
[Neighbourhood Point with feeding of children near Lavumisa, Swaziland.]

Auf der Rückreise nach Johannesburg wird Wilhelm Steffens am Ostermontag auf dem dortigen Flughafen die Mitglieder vom Leitungsteam des Aidshilfe-Förderkreises treffen: Wolfgang Pabst und Stefan Böhling. Sie steigen hier am Ostersonntag in den Flieger und setzen von Johannesburg zu dritt den Weiterflug nach Malawi fort.

Dort lernen sie die ev.-luth. Kirche in Malawi kennen. Missionar Utz Brunotte wird sie begleiten und die Kontakte vermitteln zu den vielen feeding stations für Waisenkinder. Sie werden Kinderhaushalte kennenlernen, wo die Eltern an der Aidsseuche gestorben sind. Sie begegnen jugendlichen Waisen, die durch unseren Förderkreis ein Stipendium und eine Schuluniform bekommen, so dass sie ihre schulische Ausbildung fortsetzen können.

Am 28. April erwarten wir die Reisenden hoffentlich gesund hier zurück – sicher mit vielen Anregungen für eine weitere fruchtbare Fortsetzung und Ausweitung unserer Arbeit. Ein Bericht folgt nach der Ankunft von Wilhelm Steffens.